Mitgliederzeitung Ruhrschiene 2021-3 erschienen

19.10.2021 09:33

Die PRO BAHN Fahrgastverbände RV Ruhr und RV Münsterland haben ihre Mitgliederzeitung Ruhrschiene 3/2021 erstellt und veröffentlicht.  

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Umsetzung der Clean Vehicles Directive

04.10.2021 11:11 | Die Entscheidung der WSW für Brennstoffzellenbusse erschwert die Erfüllung der EU-Richtlinie

Quelle: VDV

Am 15. Juni 2021 ist das Gesetz über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge vom 9. Juni 2021, zur Umsetzung der Richtlinie EU 2019/1161 über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge (Clean Vehicles Directive) in Kraft getreten (BGBl I S.1691.

Die Clean Vehicles Directive (CVD) verfolgt das klimapolitisch richtige Ziel, die ÖPNV-Busflotten in den kommenden Jahren weitestgehend auf emissionsfreie Antriebe umzustellen.

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Landesversammlung wählt neuen Vorstand

02.10.2021 13:35

Am Samstag, den 02.Oktober 2021 fand in der Fabrik Heeder Krefeld unsere diesjährige Landesversammlung statt. Höhepunkt der Versammlung war die Wahl eines neuen Landesvorstandes für die Amtsperiode von 2021-2023. Frank Michalzik gibt den Landesvorsitz an Andreas Schröder ab. Als seine Stellvertreter wurden Rainer Engel und Axel Sindram gewählt. Detlef Neuß bleibt Kassenwart. Als Beisitzer komplettieren den Vorstand Dirk Grenz, Max Heilmann und Hans Joachim Janßen.  Der Landesvorsitzende Frank Michalzik bedankte sich bei den Mitstreitern Dieter Sauermann und Ralf Oestreich für deren langjährige Mitarbeit.

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Öffentlichen Verkehr und Abellio nicht hängen lassen

05.09.2021 14:27 | Fahrgastverband besorgt über mögliche Abellio-Pleite

Eine mögliche Insolvenz des Bahnbetreibers Abellio hält Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen in Atem. Das momentane Abellio-Schutzschirmverfahren endet mit dem Monat September 2021. Bis dahin ist nur noch wenig Zeit, um eine tragfähige Lösung für einen weiteren Betrieb zu finden. Sollte es zu keiner Einigung zwischen Land NRW und Abellio kommen, sind erhebliche Auswirkungen auf den Nahverkehr im gesamten Land abzusehen. Betroffen sind neben der Herzader des Ruhrgebiets, dem Rhein-Ruhr-Express, auch zahlreiche S-Bahn-, RE- und RB-Linien im Verkehrsbund Rhein-Ruhr.

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Neubau Hannover – Bielefeld: Gegengutachten nicht zukunftsfähig

02.09.2021 11:32 | PRO BAHN für sinnvollen Kompromiss zwischen Fahrplan und Ökologie

Porta Westfalica
Weiterhin an der Porta Westfalica vorbei?

Das Gegengutachten zur Neubaustrecke Bielefeld – Hannover ist aus Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN nicht geeignet, eine zukunftsfähige Lösung für den Engpass vorzuschlagen.

Nach Auffassung von PRO BAHN können tragfähige Aussagen über sinnvolle Trassen für die Verbindung Bielefeld – Hannover erst getroffen werden, wenn die Deutsche Bahn die derzeit in Arbeit befindlichen detaillierten Karten über die Raumwiderstände vorlegt.

Ingenieure erarbeiten derzeit im Auftrag der Bürgerinitiative Widuland (Vlotho) eine alternative Trasse mit etwa 48 km Länge von Minden nach Hannover, die die Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hannover um nur 7 Minuten verkürzen würde. Diese Trasse muss entweder durch ein großes Landschaftsschutzgebiet nördlich von Bückeburg führen oder unmittelbar am Stadtrand von Bückeburg vorbei gebaut werden und hat daher bereits in Bückeburg zu massiven Reaktionen geführt. PRO BAHN hält es nicht für sinnvoll, ökologische Vorteile für Nordrhein-Westfalen m gegen Nachteile ausschließlich in Niedersachsen auszuspielen.

Daneben sieht PRO BAHN keine bundespolitische Basis für eine Fahrzeitverkürzung von nur 7 Minuten. Hinter der Fahrzeitverkürzung stehen die Interessen von mehr als 20 Millionen Bundesbürgern von Aachen bis Berlin, Dresden und Stralsund.

Die Bundesregierung besteht derzeit darauf, die kürzest mögliche Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hannover zu realisieren. Um die Fahrzeit von31 Minuten zu erreichen, müssen 78 Kilometer neu gebaut werden, dafür sind mehr als 5 Milliarden Euro veranschlagt. Der Fahrgastverband PRO BAHN schlägt eine Trasse von Bad Oeynhausen bis Seelze vor, die etwa 4 Milliarden Euro kosten und etwa 36 Minuten Fahrzeit benötigen würde. Damit würde die Fahrt Bielefeld – Hannover um 12 Minuten schneller, zugleich die Fahrt von Osnabrück nach Hannover um mehr als 20 Minuten beschleunigt, so dass auch Niedersachsen von den Beeinträchtigungen durch einen Neubau einen großen Nutzen hätte.

Notwendig für eine solche verkürzte Trasse ist aber Abschied von einer ideologischen Überhöhung von Taktknoten. Hannover ist nicht der Nabel des Deutschlandtakts, zu dem der Bahnhof von der Bundesregierung hochgejubelt wird. Entscheidend für den Fahrgast ist, dass die Anschlüsse passen, nicht aber, dass der große Zeiger der Uhr genau nach oben oder unten zeigt. Je kleiner ein Bahnhof ist, umso wichtiger wird der Taktknoten. Für große Bahnhöfe sind andere Lösungen sinnvoller, weil ohnehin nicht alle Züge gleichzeitig an den Bahnsteig passen.

Dass der Deutschlandtakt im Knoten Hannover nicht sinnvoll durchgeplant ist, zeigt die Tatsache, dass in der Verbindung Bielefeld – München eine Wartezeit von 31 Minuten hingenommen werden muss. Nach Berechnungen von PRO BAHN lässt sich dieser Nicht-Anschluss aufgrund anderer Bedingungen auch nicht beseitigen, zeigt aber auf, dass von Bielefeld nach Hannover die letzte Minute nicht herausgeholt werden muss.

PRO BAHN wird daher im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Neubaustrecken-Projekt darauf achten, dass ein sinnvoller Kompromiss zwischen Beeinträchtigungen der Bürger und den Bedingungen des Deutschlandtakts gefunden wird. Dabei legt PRO BAHN besonderen Wert darauf, den Nutzen einer Neubaustrecke über den reinen Hochgeschwindigkeitsverkehr hinaus zu betonen. So kann mit einer Kurve bei Hannover eine Direktverbindung von Bielefeld nach Hamburg mit nur 90 Minuten Fahrzeit geschaffen werden. Den Bau dieser Kurve, die nur 200 Millionen Euro kosten soll. Der Deutschlandtakt sieht den Bau dieser Kurve vor, nicht aber den Halt des Zuges in Bielefeld, der hier fahren soll. Auch die Nutzung der Neubaustrecke für schnelle Regionalzüge ist in Betracht zu ziehen.

 

Weitere Informationen auf der Website der Initiative Deutschlandtakt und PRO BAHN zum Projekt.

Über diese Website steht auch ein Newsletter zur Verfügung.

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Mehr Bahn für Osnabrücker und Lübbecker Land

19.08.2021 12:27 | Demonstrationsfahrten am 28. August 2021

Instandsetzung an der Landesgrenze
An der Landesgrenze zwischen NRW und Niedersachsen ist die Instandsetzung noch nicht fertig: August 2021

VCD und PRO BAHN organisieren am 28. August 2021 kostenfreie Pendelfahrten auf der Wittlager Kreisbahn von Bohmte bis Lintorf. Ziel ist die Reaktivierung der Bahnstrecke auf gesamter Länge bis Bad Holzhausen  für den Personenverkehr.

Allerorten hallt der Ruf nach mehr klimafreundlichem Verkehr auch in der Fläche. Die rundum erneuerte Schiene liegt zwischen Bohmte und Bad Holzhausen, sie kann es leisten. Ab Oktober 2021 rollt wieder durchgängig Güterverkehr auf der Trasse.

Der ökologische Verkehrsverband VCD und der Fahrgastverband PRO BAHN fordern, die Strecke nun weiter zu ertüchtigen und Fahrzeuge zu bestellen, so dass auch der Personenverkehr auf der Schiene im Nordosten des Landkreises Osnabrück bis in den Kreis Minden-Lübbecke hinein wieder in Fahrt kommt. 

 

Fast perfekt lassen sich dort zwischen Bad Holzhausen und Bohmte Fahrplan und Fahrzeugtechnik im geplanten und bestehenden Bahnangebot zu einem Lückenschluss kombinieren. Akku-Triebwagen, die vor Ort abgasfrei und leise fahren, werden ab 2027 zwischen Bielefeld und Rahden über Bad Holzhausen unterwegs sein und könnten auch direkt bis Bohmte durchfahren. Damit würde ein Lückenschluss im Netz dem wirtschaftsstarken Raum nördlich dies Wiehengebirges wider attraktiv erreichbar machen.

 

Zum Ausprobieren solcher Fahrten haben die Verbände mit Unterstützung aus der Region einen Bahnaktionstag am 28. August organisiert. Zwischen 10 und 18 Uhr gibt es kostenfreie Pendelfahrten im Abschnitt Bohmte – Bad Essen – Lintorf, jeweils die erste und die letzte Fahrt ist von Osnabrück bzw. bis Bielefeld durchgebunden. Die eingesetzten Fahrzeuge können noch nicht die leisen und barrierefreien Fahrzeuge von morgen repräsentieren, sollen aber zeigen: Einsteigen und mitfahren ist attraktiv. Moderne Regionalbahnen werden auch nicht mehr an Bahnübergängen pfeifen, wie es jetzt noch an manchen Stellen notwendig ist. Da zwischen Lintorf und Preußisch Oldendorf einige Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, können die Demonstrationsfahrten noch nicht über die Landesgrenze hinweg fahren. Die Landesgrenze darf aber keine Grenze für öffentliche Verkehrsmittel sein - darin ist man sich bei den Aktiven einig, aber auch bei den Bürgermeistern der Städte Bad Essen und Preußisch Oldendorf.

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Landesversammlung am 2. Oktober 2021

14.08.2021 14:42 | Erstmals seit 2019 trifft sich der Landesverband wieder in Präsenz

Der Fahrgastverband PRO BAHN Nordrhein-Westfalen wird seine turnusmäßige Mitgliederversammlung am Samstag den 2. Oktober 2021 um 14 bis 18 Uhr abhalten. Die Tagung findet in der Fabrik Heeder nahe des Krefelder Hauptbahnhofes statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Neuwahl des Landesvorstandes und inhaltliche Besprechungen zur Ausrichtung des Verbandes. Der scheidende Vorstand berichtet über die Tätigkeiten und Errungenschaften der letzten 2 Jahre. Corona-bedingt waren die Aktivitäten zuletzt eingeschränkt und wurden zum Teil ins Digitale verlagert. Die Öffentlichkeits- und Medienarbeit blieb weiterhin ein wichtiges Standbein der Verbandsaktivitäten.

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Streik hält Bahnfahrer in Atem

11.08.2021 19:21 | Gewerkschaft GDL bestreikt Nah- und Fernverkehr

Von 11.8.2021, 2 Uhr, bis Freitag, 13.8.2021, 2 Uhr, hat die GDL zum Streik gegen den Personenverkehr der DB aufgerufen. Bei DB Cargo beginnt der Streik schon am 10.08.2021. Auf den bekannten Internetseiten findet man Informationen zu erwarteten Einschränkungen in den einzelnen Bereichen. Die DB informiert ebenso über die Fahrgastrechte bei Zugausfall und Verspätung, die zurzeit auch noch bei Streik gelten. Es gibt einen Notfahrplan, der weitgehend bereits in den Auskunftssystemen abrufbar ist.

Zu beachten ist aber, dass neben Lokführern und anderem Zugpersonal auch Mitarbeiter von DB Netz (z.B. in Stellwerken) zur Arbeitsniederlegung aufgefordert werden (weitere Streikaufrufe inklusive Fernverkehr z.B. bei Nahverkehr NRW). Dadurch kann auch die Durchführung von Notfahrplänen torpediert werden. Kollateralschäden bei nicht bestreikten Eisenbahnunternehmen sind sicher beabsichtig, um möglichst viele Fahrgäste zu treffen. Die GDL stellt auf ihren Webseiten keinerlei verwertbare Information zur Verfügung.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wiederholt in einer Pressemitteilung die langjährige Forderung nach verbindlichen Streikfahrplänen, die auch bei Streiks von Netzmitarbeitern gelten. In all den Jahren wurde kaum Initiative ergriffen, das (klimawichtige) Verkehrsmittel Bahn auch bei Streik etwas berechenbarer zu machen.

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