Stellungnahme zum Entwurf des Nahverkehrsplans des NWL veröffentlicht

22.05.2026 18:05

Im Rahmen der formellen Beteiligung hat der Fahrgastverband PRO BAHN NRW zum Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) Stellung genommen und gravierende Mängel festgestellt. Die bisherigen Aufgaben des NWL werden zum Jahreswechsel 2027 auf einen landesweit tätigen Aufgabenträger „Schiene NRW“ übergehen: Künftig wird der Regional- und Nahverkehr auf der Schiene in Nordrhein-Westfalen zentral aus einer Hand organisiert.
Es geht dem Fahrgastverband PRO BAHN bei den dargestellten Forderungen überwiegend nicht darum, „mehr“ zu fordern, sondern die Aufgaben sauber und interessengerecht zu regeln und mit geringem Aufwand große Wirkung zu erzielen.

Der aktuelle Schienenverkehr ist gekennzeichnet durch Verspätungen, Zugausfälle und Baustellen. Den sich daraus ergebenden Herausforderungen scheint der NWL nur begrenzt gewachsen zu sein.
Schon das Konzept des Nahverkehrsplans ist unübersichtlich und intransparent. Um Antworten auf konkrete Fragen zu finden, muss man sich durch ein auf 560 Seiten aufgeblähtes Dokument wühlen, in dem Themen weit verstreut behandelt werden, getrennt nach Bestandsaufnahme, Handlungsempfehlung und konkreter Umsetzung. Dadurch ist nicht mehr nachvollziehbar, ob konkrete Absichten korrekt von der Bestandsaufnahme abgeleitet wurden.
Für Konflikte, etwa zwischen knappen Finanzen und drängenden Anforderungen, gibt es meistens keine Kriterien für die Lösung. Vielmehr will der Nahverkehrsplan die Entscheidungen ohne Vorgaben in die Hand der Geschäftsleitung legen, die dann nach dem Zufallsprinzip und auf der Grundlage von Lobbygruppen entscheiden darf.
Die Bewältigung von Streckensperrungen wird als „Zukunftsaufgabe“ bezeichnet, obwohl schon heute jeden Tag irgendwo Eisenbahnstrecken wegen Bauarbeiten gesperrt sind.
Dass beim Umsteigen Anschlüsse den Fahrgästen vor der Nase wegfahren, ist Standard, der NWL verfügt aber offenbar nicht über Daten wo und wie oft das geschieht und hat auch keine Konzepte, wie das Problem zu beheben ist. Für Ausfälle von Fahrzeugen wird nur mangelhaft vorgesorgt.
Auch regional ist ein deutliches Ungleichgewicht in der Arbeit des NWL festzustellen. Erst die Analyse durch den Fahrgastverband PRO BAHN legt offen, dass in Ostwestfalen-Lippe ein überproportionaler Nachholbedarf im Ausbau der Strecken besteht. Selbst zwischen Oberzentren wie Bielefeld und Paderborn gibt es keine schnelle Verbindung und außer einer Idee für die ferne Zukunft keine konkreten Handlungskonzepte. Für die Stadt Detmold stellt sich heraus, dass die Stadt mit Regierungspräsident und Hochschulen als einzige in Westfalen-Lippe am Abend nicht erreichbar ist, während man alle anderen Städte dieser Größe und Bedeutung nach Mitternacht erreichen kann.
Auch beim Deutschlandtakt, für den die Bundesregierung plant, nimmt der NWL die Interessen der Region nicht wahr und versäumt, die Planungen im Interesse der Region mitzugestalten.
Der Fahrgastverband PRO BAHN ist sich dessen bewusst, dass angesichts der aktuellen Finanzlage und der Tatsache, dass die meisten Finanzmittel von der Bundesregierung kommen, keine „großen Sprünge“ für die Zukunft des Schienenverkehrs zu erwarten sind. Gleichwohl ist es nicht zukunftsfähig, ohne realistische Ziele weiterzuwursteln und sich von Krise zu Krise zu hangeln, wie es in den allerletzten Jahren der NWL praktiziert hat. Die Beschönigung nach Art von Werbebroschüren, die sich an vielen Stellen des Nahverkehrsplans findet, lenkt von den Problemen ab und ist nicht geeignet, die verantwortlichen Bundespolitiker zum Handeln zu veranlassen. Zwar entwickelt der NWL mit einem „Zielfahrplan 2040“ beachtliche und weitgehend gute Pläne, diese können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass gegenwärtig ein Mangel zu verwalten ist und es darauf ankommt, diesen im Sinne der Fahrgäste zu gestalten. Es darf nicht geschehen, dass Fahrgäste erst mit drei Tagen Vorlauf von Bauarbeiten erfahren und wegen dieser Bauarbeiten ihren Arbeitsplatz eine Stunde später erreichen als normal. Solches ungeschminkt zu beschreiben, gehört in eine ehrliche Bestandsaufnahme, ist aber im Nahverkehrsplan nicht zu finden.
Auf den künftigen Aufgabenträger für den Schienenverkehr kommen große Herausforderungen zu. Die Zusammenlegung der bisher drei Institutionen für den Schienenverkehr soll die Stimme Nordrhein-Westfalens gegenüber der Bundespolitik stärken. Der Fahrgastverband PRO BAHN ist bereit, konstruktiv daran mitzuwirken. Dafür sind die täglichen Erfahrungen der Fahrgäste auf den Bahnsteigen und in den Zügen zwischen Aachen und Minden, zwischen Rheine und siegen von großer Bedeutung, denn für die Bedürfnisse der Fahrgäste geschieht das, was im Nahverkehrsplan gestaltet werden soll.

Die PRO BAHN-Stellungnahme können Sie hier herunterladen.

Den Entwurf des Nahverkehrsplans des NWL können Sie hier herunterladen:
Teil 1         Teil 2

 

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Projekt CALO – Bargeldloser Fahrscheinverkauf

11.05.2026 19:30

Pro Bahn NRW lädt zu einer ZOOM-Veranstaltung zum Thema:

Projekt CALO - Bargeldloser Fahrscheinverkauf

am Montag, den 11. Mai 2026 um 19:30 Uhr ein.

Der Zugangslink ist in der beiliegenden Einladung hinterlegt.

 

Nähere Infos unter:

rheinbahn.de/tickets-und-tarife/tarif/calo

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KIRA - Die nächste Generation im ÖPNV

13.04.2026 19:30

Pro Bahn NRW lädt zu einer ZOOM-Veranstaltung zum Thema:

KIRA - Die nächste Generation ÖPNV

am Montag, den 13. April 2026 um 19:30 Uhr ein.

Der Zugangslink ist in der beiliegenden Einladung hinterlegt.

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Ja für Olympia - Köln-Rhein-Ruhr braucht Ja für öffentlichen Verkehr

26.03.2026 11:45 | Fahrgastverband PRO BAHN fordert umfassendes Verkehrskonzept

Erfolgreiche Olympische Spiele mit geplanten rund 14 Millionen Tickets brauchen beim schon jetzt überlastetem Schienenverkehr dringendst einen Ausbau der Bahninfrastruktur. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher von den Verantwortlichen ein realistisches Konzept, wie die gravierenden Flaschenhälse im Schienennetz bis zu einer solchen Großveranstaltung beseitigt werden können, damit Spielstätten ohne Stau erreichbar sind.

 

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„Schiene NRW“ braucht regionale und fachliche Kompetenz

23.03.2026 11:35 | Schienennetz von großer Bedeutung für Standort NRW

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Stärkung von regionaler Kompetenz und Sachkompetenz und bessere finanzielle Ausstattung der Organisation des Schienenverkehrs. In der Anhörung von Experten vor dem Landtag NRW am 27. März 2026 wird der Fahrgastverband diesen Standpunkt deutlich machen. Anlass ist die Beratung über die Gründung eines zentralen Aufgabenträgers „Schiene NRW“. Hierfür liegt dem Landtag NRW eine Novellierung des Gesetzes über den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVG) vor. In Nordrhein-Westfalen soll die Organisation des Schienenverkehrs durch Gründung des Dachaufgabenträgers Schiene.NRW gebündelt werden, der die Aufgaben der bisher drei zuständigen Zweckverbände VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr), NWL (Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe) und go.Rheinland übernehmen soll.

 

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Fahrtenprogramm Rheinland 2026

22.03.2026 20:33

Auch in diesem Jahr hat Pro Bahn Rheinland wieder ein Ausflugs- und Besichtigungsprogramm mit 12 Fahrten zusammengestellt. Mit Bahn und Bus fahren wir zu Ausflugszielen der Region. Wir besichtigen die Landeshauptstadt Düsseldorf Monheim am Rhein. Wir bewandern das Ahrtal, die Marksburg und besichtigen die Landesgartenschau in Neuss. Nach Krefeld, Münster, zum Nationalpark Eifel und ins Bergische Land fahren wir. Wir begeben uns in Oekoven auf die Spurensuche früherer Schienenwege. Im Dezember findet die traditionelle Fahrt zu einem Weihnachtsmarkt statt, die in diesem Jahr das limburgische Valkenburg als Ziel hat.

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Endlich Ausbau des Bahnknotens Mönchengladbach voranbringen

12.03.2026 16:18 | Fahrgastverband PRO BAHN fordert umfassendes Bahnkonzept

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt ausdrücklich die Planungen des Rats der Stadt Mön-
chengladbach, einen neuen S-Bahn-Halt im Stadtteil Güdderath zur besseren Anbindung des
öffentlichen Verkehrs an die dortigen Gewerbegebiete.
„Diese Entscheidung muss der Beginn sein für ein Gesamtkonzept, das die Region Mönchen-
gladbach als Wirtschaftsstandort und Wohnort stärkt“, weiß Dr. Thomas Probol, stv. Landesvor-
sitzender von PRO BAHN Nordrhein-Westfalen. „Besonders wichtig ist es jetzt, die Verlängerung
der S8 bis Dalheim anzugehen. Dazu muss endlich die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben
werden, damit die Realisierung auch bis 2040 erfolgen kann. So sehen es die Zielnetze 2040 von
VRR und go.Rheinland vor.“ Eine Verlängerung darüber hinaus bis ins niederländische
Roermond hält PRO BAHN für wünschenswert, sieht allerdings nur wenig Umsetzungschancen.
„Die Bereitschaft auf niederländischer Seite erscheint momentan zu gering.“

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Deutschlandtakt - Fantasie oder Planungsgrundlage

01.03.2026 15:45

PRO BAHN NRW lädt am 9. März 2026 um 19:30 Uhr zu einem Vortrag im Internet per ZOOM ein.

Thema: Deutschlandtakt: Fantasie oder Planungsgrundlage

Referent ist unser langjähriges Mitglied Rainer Engel, der seit 2013 in der Iniative Deutschlandtakt aktiv mitarbeitet.

 

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Neue Sitzungstermine für BG 2 PB Niederrhein

01.03.2026 15:09

Die Bezirksgruppe 2 trifft sich zu folgenden Terminen:

Donnerstag, den 12. März 2026
Donnerstag, den 11. Juni 2026,
Donnerstag, den 10. September 2026,
Donnerstag, den 12. November 2026.

In den anderen Monaten wird auf die "ÖPNV-Gesprächsrunde" in der Geschäftsstelle Duisburg hingewiesen, die sich jeden dritten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr trifft.

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Mitgliederzeitung Ruhrschiene 2025-3 erschienen

31.12.2025 16:54

Die PRO BAHN Fahrgastverbände RV Ruhr und RV Münsterland haben ihre Mitgliederzeitung Ruhrschiene 3-2025 erstellt und veröffentlicht.  

Hier geht es zum Ruhrschienenarchiv

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