PRO BAHN Regionalverband Ostwestfalen-Lippe

Der Regionalverband Ostwestfalen-Lippe kümmert sich als Untergliederung vom Fahrgastverband PRO BAHN, Landesverband NRW e.V. um die Fahrgastinteressen im Regierungsbezirk Detmold mit der Stadt Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn. Mit neuen Impulsen möchten wir im System des Bus- und Bahnverkehrs Innovationen im Sinne der Fahrgäste aufs Gleis setzen. Hierzu sammeln wir Anregungen und Ideen, leiten Vorschläge weiter und verfolgen den weiteren Verlauf - bestenfalls natürlich deren Umsetzung.

Sie erreichen durch uns die Mitglieder der Initiative und darüber hinaus Politiker, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger. Sozusagen diejenigen, die für Entscheidungen zuständig sind und über Ihre Erlebnisse in Bus und Bahn mitbestimmen. Der Fahrgastverband PRO BAHN macht Ihre Erfahrungen und Wünsche öffentlich und Informiert über das aktuelle Geschehen vor Ort.

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Meldungen aus OWL

Bahn-Neubaustrecke: NRW und OWL haben viel zu verlieren

14.09.2022 11:25 | Vorträge am Tag der Schiene in Löhne

Neubau odeer weitr langsam um die Porta Westfalica?
Neubau odeer weitr langsam um die Porta Westfalica?

Die Auswirkungen einer Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover auf Ostwestfalen- Lippe und Nordrhein-Westfalen stehen im Zentrum einer öffentlichen Vortragsveranstaltung des Fahrgastverbandes PRO Bahn am 17. September 2022 im Bürgerbahnhof Löhne. Dabei soll deutlich werden, dass Land und Region sehr viel zu verlieren haben, wenn das umstrittene Projekt der Neubaustrecke lokalem Kirchturmsdenken zum Opfer fällt.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wird dem Kompetenzcenter integraler Takt den Fahrgastpreis 2022 des PRO BAHN-Bundesverbandes verleihen. Diese Institution wird von den Aufgabenträgern des Nahverkehrs und der Landesregierung getragen, hat ihren Sitz in Bielefeld und hat durch seine Arbeit bereits sehr viel zur Verbesserung des Schienenverkehrs in NRW beigetragen. Mit Zukunftskonzepten für die Jahre 2032 und 2040 hat das Kompetenzcenter unter Leitung von Kai Schulte ein Zeichen gesetzt, wie die Entwicklung des Regionalverkehrs im Land vorangehen kann. Dabei setzt dieses Zukunftskonzept für den Schienenverkehr konsequent auf den Deutschlandtakt auf und nutzt die Vorteile des Neubaustrecken-Projekts zur Verbesserung des regionalen Schienenverkehrs. Unter anderem ist die Verdichtung des Regionalverkehrs zu einer S-Bahn für Ostwestfalen Lippe geplant, die im Kern künftig viertelstündlich zwischen Bielefeld und Minden verkehren soll. „Verwirklicht werden kann ein solches Zukunftskonzept aber nur, wenn die schnellen Fernverkehrszüge auf eine Neubaustrecke verlagert werden,“ kommentiert Andreas Schröder, PRO BAHN-Landesvorsitzender NRW den Zusammenhang. Und Detlef Neuß, PRO BAHN Bundesvorsitzender, erklärt: „ein Zukunftskonzept für den Regionalverkehr, wie es das Kompetenzcenter integraler Takt erarbeitet hat, ist bundesweit bisher einmalig und verdient daher eine ganz besondere Auszeichnung.“

Im Anschluss daran wird Rainer Engel für die Initiative Deutschlandtakt die Zusammenhänge darlegen und kommentieren. „Nicht nur in Richtung Berlin, sondern auch in Richtung Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wird diese Neubaustrecke die Fahrt von NRW um einer halben Stunde beschleunigen. Von Bielefeld nach Hamburg wird man mit einem ICE sogar in nur 90 Minuten fahren können, aber auch von Münster nach Magdeburg soll die Fahrt eine halbe Stunde schneller werden, das ist Sinn des integralen Taktfahrplans“, erklärt Engel. „Die regionalen Abgeordneten des Bundestages, die gegen die Neubaustrecke Stimmung machen, verschweigen den Bürgern aber nicht nur diese Zukunftschancen. Abgeordnete aus dem Kreis Minden-Lübbecke verschweigen auch, das im Mindener Ortsteil Dankersen Wohnhäuser abgerissen werden müssen und der nächtliche Lärm der Güterzüge in Bad Oeynhausen erhalten bleibt, wenn nach ihrem Wunsch neue Gleise nur von Minden bis nach Niedersachsen verlegt werden.“ Dieser Vortrag ist ab 17.9. auch in einer Online-Version zugänglich.

Auch das Planungsteam der Deutschen Bahn wird mit Informationen zugegen sein. Unter dem Titel „Bahnprojekt Hannover–Bielefeld. Stand der Planung“ wird Carsten-Alexander Müller, Leiter des Planungsteams der DB über die aktuelle Arbeit informieren. An einem Informationsstand können Bürger direkt mit den Mitarbeitern des Planungsteams sprechen.

Konkrete Trassenverläufe wird die DB noch nicht präsentieren. Die gründliche Vorbereitung erfordert voraussichtlich noch ein halbes Jahr und auch dann stehen die Vorschläge erst nur zur Diskussion und werden der Bewertung durch externe Gutachter unterzogen: Das Neuebauprojekt wird mit größter Rücksicht auf Umwelt und Interessen der Bürger geplant.

Die Vortragsveranstaltung ist Teil der bundesweiten Aktionen zum „Tag der Schiene“. Beginn  um 13:30 Uhr im Bürgerbahnhof Löhne, öffentlich zugänglich, die Plätze im Vortragssaal sind allerdings begrenzt. Im Anschluss daran wird die interne Landesversammlung 2022 des Fahrgastverbandes PRO BAHN NRW stattfinden. Der Fahrgastverband ist besonders dankbar, dass hierfür der Bürgerbahnhof Löhne zur Verfügung steht, weil Bürger der Stadt das Gebäude vor den Bahnsteigen wieder mit neuem Leben erfüllt haben.

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Neubaustrecke hätte Chaos-Tag vermieden

09.06.2022 08:27 | Flexibleres Eisenbahnnetz durch Neubaustrecke für Ostwestfalen-Lippe lebenswichtig

Chaos-Tag: Kein Zug mehr an der Porta Westfalica
Chaos-Tag: Kein Fernzug erreicht Bielefeld

Eine Bahn-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover verhindert, dass Ostwestfalen-Lippe bei jeder Störung von Bahnverkehr abgeschnitten wird. Dies stellt der Fahrgastverband PRO BAHN fest, nachdem am 2. Juni 2022 Bielefeld und große Teile von Ostwestfalen-Lippe nicht mehr mit dem Zug erreichbar waren und Fahrgäste stundenlange Verspätungen hinnehmen mussten. Der Fahrgastverband fordert Politiker und Bürger der Region auf, über den Bau der Bahn-Neubaustrecke von Bielefeld nach Hannover neu nachzudenken. Der immer wieder geforderte Ausbau der Bestandsstrecke über Minden kann nicht verhindern, dass Bielefeld bei jeder Störung vom Fernverkehr abgeschnitten wird.

„Am 2, Juni waren Bielefeld und große Teile von Ostwestfalen-Lippe aus vielen Teilen Deutschlands nicht mehr mit der Bahn erreichbar“, beschreibt Rainer Engel, stellvertretender Landesvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN die Lage. „Um überhaupt durchzukommen, mussten viele Bürger aus OWL sich in überfüllte Ersatzbusse und Regionalbahnen quetschen oder stundenlange Umwege fahren. Fahrgäste zwischen Ruhrgebiet und Berlin hatten mehr als eine Stunde Verspätung. Viele Züge fielen aus.  Das alles wäre nicht nötig gewesen, wenn es die in Planung befindliche Bahn-Neubaustrecke zwischen Bielefeld und Hannover schon gäbe.“ Am 2. Juni hatte ein entgleister Zug den Bahnhof Minden blockiert.

„Auf 150 Kilometer Strecke genügt ein umgefallener Baum oder eine kaputte Brücke oder ein anderes Ereignis, um Ostwestfalen-Lippe vom Bahnverkehr weitgehend abzuschneiden“, erklärt Engel. „Alle ICE-Züge müssen dann weiträumig umgeleitet werden, haben große Verspätungen und fahren von Dortmund bis Hannover an unserer Region ohne Halt vorbei. Dass ein ICE-Bahnhof wie Bielefeld überhaupt nicht mehr erreichbar ist, wenn der Bahnverkehr viele Kilometer entfernt gestört ist, ist ein unhaltbarer Zustand, und dieser ist bundesweit fast einmalig. Der Chaos-Tag am 2. Juni hat wieder einmal gezeigt, dass zwei neue Gleise von Bielefeld nach Hannover nicht entlang der vorhandenen Strecke gebaut werden dürfen.“

Wer in Ostwestfalen-Lippe am 2. Juni mit dem Zug unterwegs war, musste auch im Kreis Lippe und im Paderborner Raum derbe Verspätungen von bis zu einer Stunde und Zugausfälle hinnehmen. Ursache war die völlige Überlastung der Umleitungsroute über Paderborn. „Die vorhandenen Strecken können solche Umleitungen kaum verkraften“, erklärt Engel. „Wenn doppelt so viele Fahrgäste wie heute und mehr Güter auf der Magistrale zwischen NRW und Berlin unterwegs sein sollen, wird sich auch das Chaos bei jeder Störung verdoppeln. Das heißt: Ohne Neubaustrecke ist eine Verkehrswende gar nicht möglich.“

Wenn die Bestandsstrecke über Minden ausgebaut würde, wie Bürgerinitiativen und einige Bundestagsabgeordnete das fordern, werden solche chaotischen Verhältnisse wochen- und monatelang zum Standard werden, befürchtet der Fahrgastverband PRO BAHN. „Dann werden Berufspendler nicht mehr zur Arbeit, Schüler nicht mehr zur Schule und Studenten nicht zu ihrer Vorlesung kommen, weil die Strecke von Bielefeld bis Hannover monatelang ganz gesperrt werden muss. Wir erleben gerade solche Verhältnisse vor den Toren von Frankfurt, wo die Zufahrt von Norden zwei Monate ganz gesperrt werden muss, um den Ausbau auf vier Gleise zu vollenden. Für die Verbindung vom Ruhrgebiet nach Amsterdam steht eine lange Sperrung erst in Aussicht, weil ein drittes Gleis gebaut wird. Fahrgäste zwischen Nürnberg und Bamberg mussten schon ein ganzes Jahr Vollsperrung aushalten, verteilt über viele Jahre, weil dort ein drittes und viertes Gleis gebaut wird. Nirgends in Deutschland ist aber eine Großstadt wie Bielefeld und ein so wichtiger Wirtschaftsraum ganz vom Fernverkehr abgeschnitten.“

Die Erneuerung von drei Bahnbrücken in Bielefeld in den Jahren 2018 und 2019 war nach Auffassung von PRO BAHN nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, was mit dem Ausbau der Bestandsstrecke auf Ostwestfalen-Lippe zukommen würde. Allein 12 Bahnhöfe müssten grundlegend umgebaut werden. „Bisher ist Bielefeld nie monatelang vom ICE-Verkehr abgeschnitten gewesen. „Nur eine Neubaustrecke sichert, dass das auch zukünftig nicht geschieht“, erklärt Engel. „Ein Neubau wird, wenn er fertig ist, binnen weniger Tage angeschlossen.“

 

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In 10 Minuten von Bad Salzuflen nach Bielefeld

17.02.2022 16:03 | Neubaustrecken-Anschluss kann Rhein-Ruhr-Express in den Kreis Lippe bringen

Bielefeld Hauptbahnhof
Direkt in den Bielefelder Hauptbahnhof auch von Bad Salzuflen aus: Kein Wunschtraum mehr, sondern nah an der Realität.

Wenn eine ICE-Neubautrasse durch das Stadtgebiet Bad Salzuflen führen sollte, dann könnte die Kurstadt davon in überraschendem Ausmaß profitieren. Darauf weist der Fahrgastverband Pro Bahn hin. Eine sehr schnelle Direktverbindung nach Bielefeld und bis ins Ruhrgebiet und nach Köln würde in greifbare Nähe rücken.

„Wir haben von Anfang an für möglich gehalten, dass eine ICE-Trasse entlang der Autobahn A 2 führen kann“, erklärt Rainer Engel, der für den Fahrgastverband Pro Bahn die Interessen der Fahrgäste im Dialogforum vertritt. „Wir haben auch alle Varianten in Betracht gezogen und geprüft, die die Kurstadt verschonen, aber bislang ist keine überzeugende Alternative gefunden und vor allem in Niedersachsen besteht kein Interesse an alternativen Ideen. Es ist daher an der Zeit, an der Werre darüber nachzudenken, wie man von dieser Situation profitieren kann.“

 

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Initiative Deutschlandtakt: Widuland-Studie zerstört Deutschlandtakt

27.01.2022 18:24 | Fahrzeit bis zu einer Stunde länger als Deutschlandtakt

Durchs Wesergebirge nach Hannover

Verheerende fachliche Mängel in der Widuland-Studie zur Bahn-Neubaustrecke sind in eine vertiefte Prüfung durch die Initiative Deutschlandtakt festgestellt worden: Mit Tricks und Täuschungen werden die wahren Folgen bei Fahrzeiten und Kosten unter den Tisch gekehrt. Ein solches Vorgehen  erschwert eine sachliche Diskussion über Alternativen zur derzeitigen Neubauplanung deutlich. Aus Sicht der Initiative Deutschlandtakt haben die Autoren ihre Aufgabe weit unterschätzt.

 

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Almetalbahn: PRO BAHN sieht Verkehrskonzept positiv

21.12.2021 10:29 | Initiative Deutschlandtakt betont überregionale Bedeutung

Almetalbahn

Fahrgastverband PRO BAHN und Initiative Deutschlandtakt sehen das Verkehrskonzept für eine reaktivierte Almetalbahn positiv, das der Machbarkeitsstudie für die Reaktivierung zugrunde gelegt wird. Die ersten Details hierzu sind am 9. Dezember 2021 der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Nahverkehr Paderborn-Höxter vorgestellt worden.

Das vorgestellte Verkehrskonzept sieht grundsätzlich eine Verknüpfung der heute schon bestehenden Taktknoten im Paderborner Hauptbahnhof und im Bahnhof Brilon Wald vor. „Damit sind Rundum-Anschlüsse in alle Richtungen für die Fahrgäste gesichert“, erklärt Rainer Engel, der in NRW die Initiative Deutschlandtakt vertritt. „Mit einer Fahrzeit von Brilon bis Paderborn von einer Stunde ist es möglich, die reaktivierte Strecke nahtlos in den Deutschlandtakt einzupassen. Durch gute Anschlüsse wird die Strecke deutlich attraktiver. Mit allen Verbesserungen, die der Deutschlandtakt vorsieht, kann die Fahrzeit von Büren nach Berlin deutlich unter vier Stunden betragen.“

Fest steht schon, dass Züge durch das Almetal über Brilon Stadt hinaus fahren sollen. Näher untersucht wird eine Durchbindung bis Dortmund, mit dem die Westfalenmetropole in 2 Stunden ohne Umsteigen erreicht würde, oder nach Marburg, das nach zweieinhalb Stunden erreicht würde. „Alle Züge sollen stündlich fahren“, erläutert Engel. „Das ist eine völlig andere Qualität als der legendäre Heckeneilzug, der früher zur Mittagszeit durch das Almetal rollte und nur in Büren hielt. Vielleicht kann von Paderborn bis Büren auch halbstündlich gefahren werden, auch das wird untersucht. Es kommt darauf an, welche Variante die größere Nachfrage hat.“

„Die Anzahl der Zwischenhalte, die eingerichtet werden können, ist begrenzt“, erläutert Engel zum Taktfahrplan. „Aber jeder größere Ort bekommt eine Station. Diese muss nicht unbedingt dort sein, wo der Bahnsteig früher einmal war, sondern möglichst dort, wo der Bahnsteig leicht erreichbar ist. Busse werden auch nicht überflüssig. Hierfür ein Konzept aufzustellen, das Bahn und Bus geschickt vernetzt, ist eines der nächsten anspruchsvollen Schritte im Planungsprozess.“

Über Lärm müssen sich die Anwohner keine großen Sorgen machen. „Die Almetalbahn wird elektrisch fahren und leiser sein als jede Durchgangsstraße in den Ortschaften“, erklärt Engel. „Dieser Fortschritt wird in wenigen Jahren in ganz Ostwestfalen einziehen.“

Engel ist zuversichtlich, dass die Almetalbahn auch die Hürde der Wirtschaftlichkeit nimmt. „Ein entscheidender Faktor ist, dass die Region hinter dem Projekt steht und es mit konstruktiven Vorschlägen begleitet.

Dabei kommt es darauf an Baukosten zu senken und Fahrgastpotenziale zu benennen. Je höher der Nutzen und je geringer die Kosten kalkuliert werden können, umso wahrscheinlicher wird der Erfolg“, da ist sich der Bahnexperte sicher. „Die Wirkung dieses Lückenschlusses im Schienennetz wird weit über die Region hinaus strahlen.“

 

Zur Präsentation des Planungsstandes zur Almetalbahn

Weitere Sitzungsunterlagen finden Sie hier

Zur Website Almetalbahn-Reaktivierung

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Bahn-Neubaustrecke Bielefeld – Hannover: Verkehrsverbände: Planungsdialog der Deutschen Bahn zielführend

03.12.2021 10:51 | Kritik der Naturschutzverbände nicht gerechtfertigt

Porta Westfalica

Der Fahrgastverband PRO BAHN und der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD)  sehen die von der Deutschen Bahn AG durchgeführte frühe Öffentlichkeitsbeteiligung zum Aus-/Neubau der Bahnstrecke Bielefeld – Hannover als zielführend und bisher erfolgreich an. Die Kritik am Verfahren durch Naturschutzverbände ist nicht gerechtfertigt.

Erkennbar ist, dass die DB-Planung unter Beteiligung der Verbände sehr genau Naturschutzgebiete, aber auch Trinkwasserschutz und andere Schutzgüter – beispielsweise Heilquellen - aufnimmt und bei der Planung berücksichtigt. Als Ergebnis des DB-Planungsdialogs sind digitale Karten öffentlich einsehbar, die Schutzgüter detailliert erfassen und kategorisieren. Auch werden fortlaufend eingehende Hinweise dort aufgenommen und ergänzt. Das zeigte sich jüngst bei zwei DB-Bürgeranhörungen in Bad Nenndorf und in Bückeburg. Zugleich legen die dort vorgelegten Analysen des DB-Planungsteams offen, dass der von Umweltverbänden und Naturschutz-Aktivisten geforderte Ausbau ausschließlich entlang der Bestands-strecke nicht als „sanfter Eingriff“ betrachtet werden kann. „Heutige Anforderungen an Lärmschutz und Sicherheit machen es unmöglich, einfach neue Gleise neben die alten zu legen“, berichtet Rainer Engel vom Fahrgastverband PRO BAHN. „Selbst wenn die Züge nicht schneller als heute fahren, müssten im Bestand mancherorts Wohngebäude beseitigt und Gärten verkleinert werden. Sicher auch deswegen haben selbst Gutachter, die von den örtlichen Bürgerinitiativen beauftragt wurden, jüngst Überlegungen für Neubautrassen im Raum Bückeburg und Wunstorf vorgelegt“, berichtet Engel.

Die Verkehrsverbände sehen den Dialog mit der Deutschen Bahn übereinstimmend als ehrlich und konstruktiv an. Vorgetragene Anliegen finden umfassend Berücksichtigung. Es strapaziere allerdings die Geduld vieler Teilnehmender, wenn im DB-Planungsdialog auf Betreiben der Naturschutzverbände allzu oft über Formalitäten oder auch über ein „Selbstbild“ des Planungsplenums verhandelt wird. „So erreichen wir die Verkehrs-wende nie“ stellt Kerstin Haarmann fest, sie ist Bundesvorsitzende des VCD und selbst Mitglied des Planungsplenums.

Einig sind sich Naturschutz-, Verkehrs- und Fahrgastverbände in dem Bestreben, die bisher fest vorgegebene Zielfahrzeit für die Schienenverbindung Bielefeld – Hannover von 31 Minuten auf den Prüfstand zu stellen. „Diese Vorgabe im Planungsauftrag ist zu überprüfen, wenn die Umweltinteressen der Region mit dem Interesse an einem attraktiveren, umweltfreundlichen Bahnverkehr in die Waage kommen sollen. Letztlich müsse der Deutschlandtakt vorgeben, welche Fahrzeit „zielführend“ sei, damit sowohl in Hannover und Bielefeld aber auch in der gesamten Region OWL und Schaumburg mit guten Anschlüssen die Fahrt aus jeder Region in jede Region beschleunigt wird. Nur mit schnelleren Bahnverbindungen kann die Region der Forderung nach einer breiteren oder gar neuen Autobahn entgegentreten.

Weitere Informationen:
www.neubaustrecke-bielefeld-hannover.de

Pressekontakt:
Rainer Engel, PRO BAHN
Tel. 052 31 300 112
E-Mail: engel(at)neubaustrecke-bielefeld-hannover

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