PRO BAHN Regionalverband Ostwestfalen-Lippe

Der Regionalverband Ostwestfalen-Lippe kümmert sich als Untergliederung vom Fahrgastverband PRO BAHN, Landesverband NRW e.V. um die Fahrgastinteressen im Regierungsbezirk Detmold mit der Stadt Bielefeld sowie den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn. Mit neuen Impulsen möchten wir im System des Bus- und Bahnverkehrs Innovationen im Sinne der Fahrgäste aufs Gleis setzen. Hierzu sammeln wir Anregungen und Ideen, leiten Vorschläge weiter und verfolgen den weiteren Verlauf - bestenfalls natürlich deren Umsetzung.

Sie erreichen durch uns die Mitglieder der Initiative und darüber hinaus Politiker, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger. Sozusagen diejenigen, die für Entscheidungen zuständig sind und über Ihre Erlebnisse in Bus und Bahn mitbestimmen. Der Fahrgastverband PRO BAHN macht Ihre Erfahrungen und Wünsche öffentlich und Informiert über das aktuelle Geschehen vor Ort.

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Meldungen aus OWL

Neubau Hannover – Bielefeld: Gegengutachten nicht zukunftsfähig

02.09.2021 11:32 | PRO BAHN für sinnvollen Kompromiss zwischen Fahrplan und Ökologie

Porta Westfalica
Weiterhin an der Porta Westfalica vorbei?

Das Gegengutachten zur Neubaustrecke Bielefeld – Hannover ist aus Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN nicht geeignet, eine zukunftsfähige Lösung für den Engpass vorzuschlagen.

Nach Auffassung von PRO BAHN können tragfähige Aussagen über sinnvolle Trassen für die Verbindung Bielefeld – Hannover erst getroffen werden, wenn die Deutsche Bahn die derzeit in Arbeit befindlichen detaillierten Karten über die Raumwiderstände vorlegt.

Ingenieure erarbeiten derzeit im Auftrag der Bürgerinitiative Widuland (Vlotho) eine alternative Trasse mit etwa 48 km Länge von Minden nach Hannover, die die Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hannover um nur 7 Minuten verkürzen würde. Diese Trasse muss entweder durch ein großes Landschaftsschutzgebiet nördlich von Bückeburg führen oder unmittelbar am Stadtrand von Bückeburg vorbei gebaut werden und hat daher bereits in Bückeburg zu massiven Reaktionen geführt. PRO BAHN hält es nicht für sinnvoll, ökologische Vorteile für Nordrhein-Westfalen m gegen Nachteile ausschließlich in Niedersachsen auszuspielen.

Daneben sieht PRO BAHN keine bundespolitische Basis für eine Fahrzeitverkürzung von nur 7 Minuten. Hinter der Fahrzeitverkürzung stehen die Interessen von mehr als 20 Millionen Bundesbürgern von Aachen bis Berlin, Dresden und Stralsund.

Die Bundesregierung besteht derzeit darauf, die kürzest mögliche Fahrzeit zwischen Bielefeld und Hannover zu realisieren. Um die Fahrzeit von31 Minuten zu erreichen, müssen 78 Kilometer neu gebaut werden, dafür sind mehr als 5 Milliarden Euro veranschlagt. Der Fahrgastverband PRO BAHN schlägt eine Trasse von Bad Oeynhausen bis Seelze vor, die etwa 4 Milliarden Euro kosten und etwa 36 Minuten Fahrzeit benötigen würde. Damit würde die Fahrt Bielefeld – Hannover um 12 Minuten schneller, zugleich die Fahrt von Osnabrück nach Hannover um mehr als 20 Minuten beschleunigt, so dass auch Niedersachsen von den Beeinträchtigungen durch einen Neubau einen großen Nutzen hätte.

Notwendig für eine solche verkürzte Trasse ist aber Abschied von einer ideologischen Überhöhung von Taktknoten. Hannover ist nicht der Nabel des Deutschlandtakts, zu dem der Bahnhof von der Bundesregierung hochgejubelt wird. Entscheidend für den Fahrgast ist, dass die Anschlüsse passen, nicht aber, dass der große Zeiger der Uhr genau nach oben oder unten zeigt. Je kleiner ein Bahnhof ist, umso wichtiger wird der Taktknoten. Für große Bahnhöfe sind andere Lösungen sinnvoller, weil ohnehin nicht alle Züge gleichzeitig an den Bahnsteig passen.

Dass der Deutschlandtakt im Knoten Hannover nicht sinnvoll durchgeplant ist, zeigt die Tatsache, dass in der Verbindung Bielefeld – München eine Wartezeit von 31 Minuten hingenommen werden muss. Nach Berechnungen von PRO BAHN lässt sich dieser Nicht-Anschluss aufgrund anderer Bedingungen auch nicht beseitigen, zeigt aber auf, dass von Bielefeld nach Hannover die letzte Minute nicht herausgeholt werden muss.

PRO BAHN wird daher im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Neubaustrecken-Projekt darauf achten, dass ein sinnvoller Kompromiss zwischen Beeinträchtigungen der Bürger und den Bedingungen des Deutschlandtakts gefunden wird. Dabei legt PRO BAHN besonderen Wert darauf, den Nutzen einer Neubaustrecke über den reinen Hochgeschwindigkeitsverkehr hinaus zu betonen. So kann mit einer Kurve bei Hannover eine Direktverbindung von Bielefeld nach Hamburg mit nur 90 Minuten Fahrzeit geschaffen werden. Den Bau dieser Kurve, die nur 200 Millionen Euro kosten soll. Der Deutschlandtakt sieht den Bau dieser Kurve vor, nicht aber den Halt des Zuges in Bielefeld, der hier fahren soll. Auch die Nutzung der Neubaustrecke für schnelle Regionalzüge ist in Betracht zu ziehen.

 

Weitere Informationen auf der Website der Initiative Deutschlandtakt und PRO BAHN zum Projekt.

Über diese Website steht auch ein Newsletter zur Verfügung.

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Mehr Bahn für Osnabrücker und Lübbecker Land

19.08.2021 12:27 | Demonstrationsfahrten am 28. August 2021

Instandsetzung an der Landesgrenze
An der Landesgrenze zwischen NRW und Niedersachsen ist die Instandsetzung noch nicht fertig: August 2021

VCD und PRO BAHN organisieren am 28. August 2021 kostenfreie Pendelfahrten auf der Wittlager Kreisbahn von Bohmte bis Lintorf. Ziel ist die Reaktivierung der Bahnstrecke auf gesamter Länge bis Bad Holzhausen  für den Personenverkehr.

Allerorten hallt der Ruf nach mehr klimafreundlichem Verkehr auch in der Fläche. Die rundum erneuerte Schiene liegt zwischen Bohmte und Bad Holzhausen, sie kann es leisten. Ab Oktober 2021 rollt wieder durchgängig Güterverkehr auf der Trasse.

Der ökologische Verkehrsverband VCD und der Fahrgastverband PRO BAHN fordern, die Strecke nun weiter zu ertüchtigen und Fahrzeuge zu bestellen, so dass auch der Personenverkehr auf der Schiene im Nordosten des Landkreises Osnabrück bis in den Kreis Minden-Lübbecke hinein wieder in Fahrt kommt. 

 

Fast perfekt lassen sich dort zwischen Bad Holzhausen und Bohmte Fahrplan und Fahrzeugtechnik im geplanten und bestehenden Bahnangebot zu einem Lückenschluss kombinieren. Akku-Triebwagen, die vor Ort abgasfrei und leise fahren, werden ab 2027 zwischen Bielefeld und Rahden über Bad Holzhausen unterwegs sein und könnten auch direkt bis Bohmte durchfahren. Damit würde ein Lückenschluss im Netz dem wirtschaftsstarken Raum nördlich dies Wiehengebirges wider attraktiv erreichbar machen.

 

Zum Ausprobieren solcher Fahrten haben die Verbände mit Unterstützung aus der Region einen Bahnaktionstag am 28. August organisiert. Zwischen 10 und 18 Uhr gibt es kostenfreie Pendelfahrten im Abschnitt Bohmte – Bad Essen – Lintorf, jeweils die erste und die letzte Fahrt ist von Osnabrück bzw. bis Bielefeld durchgebunden. Die eingesetzten Fahrzeuge können noch nicht die leisen und barrierefreien Fahrzeuge von morgen repräsentieren, sollen aber zeigen: Einsteigen und mitfahren ist attraktiv. Moderne Regionalbahnen werden auch nicht mehr an Bahnübergängen pfeifen, wie es jetzt noch an manchen Stellen notwendig ist. Da zwischen Lintorf und Preußisch Oldendorf einige Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, können die Demonstrationsfahrten noch nicht über die Landesgrenze hinweg fahren. Die Landesgrenze darf aber keine Grenze für öffentliche Verkehrsmittel sein - darin ist man sich bei den Aktiven einig, aber auch bei den Bürgermeistern der Städte Bad Essen und Preußisch Oldendorf.

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Am Bahnhof Horn-Bad Meinberg sollen alte Fehler wiederholt werden

13.06.2021 18:02 | Das Oerlinghauser Modell ist fahrgastunfreundlich

Der beabsichtigte Umbau des Bahnhofs Horn-Bad Meinberg nach dem Oerlinghauser Modell ist aus Sicht des Fahrgastverbandes PRO BAHN OWL strikt abzulehnen. Bahnsteige, die wegen des Sicherheits-Bremsabstandes der Züge weit auseinander liegen und voreinander auf einem Gleis angeordnet sind um Gleisüberquerungen zu vermeiden, bedeuten für die Reisenden lange Fußwege.

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Bielefeld-Lage wird elektrifiziert

05.06.2021 21:14 | Reststrecke bis Lemgo bleibt ohne Fahrdraht

Jahrelang hat der Fahrgastverband PRO BAHN gedrängelt und nun ist endlich die Entscheidung zur Teilelektrifizierung gefallen. Der Brief von Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte aus dem Verkehrsministerium in Düsseldorf liegt bei PRO BAHN auf dem Schreibtisch.

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Auftaktveranstaltung Bahnprojekt Hannover – Bielefeld

14.01.2021 18:00

Am Donnerstag, 14. Januar 2021, fand der öffentliche Auftakt zum Bahnprojekt Hannover – Bielefeld als digitale Veranstaltung statt. Die DB Netz AG informierte über Varianten zum Infrastrukturprojekt Hannover – Bielefeld. Ein öffentlicher Livestream übertrug Vorträge von DB, Verkehrsministerien, Kreisen und Kommunen. Die DB sprach vor über 1000 Teilnehmern über ihre Überlegungen zum Projekt und es gab zahlreiche Wortmeldungen aus der breiten Gesellschaft. Im öffentlichen Chat konnten Teilnehmer Fragen und Hinweise eingeben. Neben Verantwortlichen der Bahn sprachen politische Persönlichkeiten: 

  • Enak Ferlemann (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur),
  • Bernd Althusmann (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung),
  • Hendrik Schulte (Staatssekretär im Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen)
  • Anna Bölling (Landrätin Kreis Minden-Lübbecke)
  • Jürgen Müller (Landrat Kreis Herford)
  • Sonja Gerlach (Bürgermeisterin Stadt Porta Westfalica)
  • Jörg Farr (Landrat Landkreis Schaumburg)
  • Mike Schmidt (Bürgermeister Samtgemeinde Nenndorf)

Mehr unter: https://www.hannover-bielefeld.de/auftakt

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e-Ticket für ganz NRW

13.12.2020 18:12 | Grundsteinlegung für einfachen Fahrkartenkauf für Gelegenheitsfahrer

(Willi Wächter) PRO BAHN hat immer neidisch über die Grenze in die Niederlande geschaut, denn dort gibt es das e-Ticket schon seit einigen Jahren. Auch wenn die Fahrgäste noch ein Jahr warten müssen, ist jetzt der Grundstein für den Kauf eines Einzelfahrscheins gelegt.

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