Hannover-Bielefeld: PRO BAHN setzt Prüfung von alternativen Varianten zur Neubaustrecke durch

| Bundesregierung erteilt Planungsauftrag zum ersten großen Projekt des Deutschlandtakts

Der Fahrgastverband PRO BAHN Nordrhein-Westfalen hat für den Bau einer ICE-Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld die Prüfung mehrerer Varianten durchgesetzt. PRO BAHN begrüßt, dass die Bundesregierung den Planungsauftrag zum ersten großen Projekt des Deutschlandtakts, erteilt hat. Damit zeigt die Bundesregierung, dass es ihr mit einem zielgerichteten Ausbau des Bahnsystems ernst ist. Erstmals ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Bürger früh im Planungsverfahren angehört werden. In die Planungen wird die Bundesregierung nun auch Varianten einbeziehen, die auf einen Neubau zwischen Bielefeld und Vlotho verzichten. „Es kommt jetzt darauf an, dass im Planungsverfahren die Variante ausgewählt wird, die die geringsten Eingriffe in die Natur und Ökologie erfordern und dabei den größten verkehrlichen Nutzen erbringen,“ erklärt Rainer Engel, der in Nordrhein-Westfalen die Interessen des Fahrgastverbandes am Deutschlandtakt vertritt. Weiter Informationen finden Sie auf einer Themenseite und in einem Erklärvideo.


Kommentare

Kommentar von Kaethner |

Wenn es eine Weiterführung östlich Bad Öjenhausen entlang der A2 gibt, könnte man doch im Raum Rinteln eine Querverbindung zur Strecke nach Hameln schaffen.
Damit gäbe es zur Strecke über Paderborn eine Alternative und die Belastung der Ortslage, die immer als Blockade einer Elektrifizierung galt, wäre vermieden.
Besonders bei Störungen wäre das auch 1gleisig eine gute Ergänzung.
Andererseits schafft man sich mehr Gegner.

Kommentar von Kaethner |

Wenn es eine Weiterführung östlich Bad Öjenhausen entlang der A2 gibt, könnte man doch im Raum Rinteln eine Querverbindung zur Strecke nach Hameln schaffen.
Damit gäbe es zur Strecke über Paderborn eine Alternative und die Belastung der Ortslage, die immer als Blockade einer Elektrifizierung galt, wäre vermieden.
Besonders bei Störungen wäre das auch 1gleisig eine gute Ergänzung.
Andererseits schafft man sich mehr Gegner.

Kommentar von Gerke |

Mein Eindruck: In Ostwestfalen blasen gerade bei der Komunalwahl abgestrafte SPD Politiker und Bürger zum Widerstand gegen jeden Bahnausbau . Deren Wunsch Ausbau Bestandsstrecke Minden - Hannover beträfe ja Niedersachsen, nicht ihren Wahlkreis. Den Deutschlandtakt und fachbasierte Argumente versteht der Normalbürger und Politiker nicht und Nur Autofahrer interessiert das Thema nicht. In dieser Situation solltet Ihr mit Alternativorschlägen öffentlich sehr vorsichtig sein. Zu schnell wird in der jetzigen emotionalen Phase aus Euren Überlegungen, Selbst Fahrgastverbände sind gegen den Deutschlandtakt. Die Niederlande - Osnabrück auch an die NBS anzuschließen hat was, erfordert aber eine fundierte Überarbeitung des derzeitigen Bearbeitungsstand.

Kommentar von Gerke |

Fachlich fällt mir beim aktuell veröffentlichten Deutschlandtakt 2030 Plus NBS nach Hannover für den SPNV OWL folgendes auf:
1. Wo ist die angekündigte Verbesserung des SPNV Minden –Hannover?
2. Warum Parallellage FV 34/RE 7 Osnabrück – Hannover und nur Flügel Bielefeld?
3. Fernverkehr für Herford, Bad Oeynhausen und Minden überzeugt im Vergleich heute noch nicht.
4. Kein Anschluss ICE / RRX6 in Bielefeld, dafür Angesichtsfahrten.
5. Rahden-Lübbecke – mit verfehlten Anschlüssen in Bünde nach Minden/Osnabrück und in Bielefeld nach/von Paderborn (Angesichtsfahrten).
6. Die sinnvolle unterstellte Ertüchtigung der bisherigen Güterzugstrecke Hamm – Minden für den SPNV kommt mir bei den Diskussionen zu kurz. Da sind sicher viele Detailprobleme aufzuarbeiten. Die Ertüchtigung Güterstrecke und NBS muss ein Projekt sein/bleiben .
Mein Eindruck: Der SPNV wurde hier noch nicht der Bedeutung des Zukunftsprojekts Deutschlandtakt entsprechend kompetent durchgeplant oder dargestellt. Verantwortlich hierfür m.E. die Chefs der Planungsabteilungen der Aufgabenträger und das Bundesministerium für Verkehr. Da besteht Handlungsbedarf. In diesem Zustand ist das SPNV - Konzept nicht nur von Wutbürgern angreifbar.
Schade.


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