Archiv 2019

Reaktivierung von NRW-Bahnstrecken zügig realisieren!

22.10.2019 21:47 | Fahrgastverband PRO BAHN unterstützt Reaktivierungen in NRW und wünscht fahrgastfreundliche Lösungen

Auch Nebenstrecken leisten einen wichtigen Beitrag für flächendeckenden ÖPNV. Der Fahrgastverband PRO BAHN setzt sich seit Jahren für fahrgastfreundliche Reaktivierungen von Bahnstrecken in NRW und andernorts ein. Deutschlandweite Listen mit Vorschlägen zur Priorisierung wichtiger Reaktivierungsvorhaben wurden 2019 durch den Verbund Deutscher Verkehrsunternehmen sowie der Allianz Pro Schiene erarbeitet. Drei konkrete Vorhaben sind in NRW aktuell in Planung. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ist mit der vollen Wiederinbetriebnahme von Brügge-Meinerzhagen zu rechnen. Im Sommer 2019 beschloss der Landtag NRW zudem zwei weitere wichtigen Schienenprojekte (Münster-Sendenhorst und Harsewinkel-Gütersloh-Verl) in den ÖPNV-Bedarfsplan und den Infrastrukturfinanzierungsplan aufzunehmen. In einem WDR5-Radiobeitrag geht Andreas Schröder vom Fahrgastverband PRO BAHN darauf ein, welche Punkte aus Fahrgastsicht relevant sind, um solche Reaktivierungen erfolgreich zu gestalten. 

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Letzter Bahnhof der Sennebahn im Umbau

14.10.2019 23:52 | Spatenstich am Bahnhof Paderborn Kasseler Tor

Am 11. Oktober 2019 wurde die Modernisierung der Bahnstation Paderborn Kasseler Tor mit einem symbolischen Spatenstich eingeleitet. Das Land Nordrhein-Westfalen, der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Deutsche Bahn investieren 1,2 Millionen Euro in die Infrastruktur. Der Bahnsteig, die Beleuchtung und das Wegeleitsystem werden vollständig erneuert. Die Bauarbeiten sollen noch Ende 2019 abgeschlossen werden. Vom 14. Oktober bis 17. November können die Züge der Nordwestbahn nicht verkehren. Von Montag bis Freitag werden Ersatzbusse fahren, an den Wochenenden werden die Fahrgäste gebeten, den Stadtverkehr des Padersprinter zu nutzen.

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Das Projekt Seilbahn Wuppertal

04.10.2019 09:58 | Entwicklung eines Verkehrsprojektes bis zur „Bürgerbefragung“

Die Werbekampagne zur "Bürgerbefragung"

Mit dem Seilbahnprojekt Wuppertal wurde erstmals in NRW der Versuch unternommen, eine Seilbahn nicht (nur) zu touristischen Zwecken sondern als reguläres öffentliches Verkehrsmittel zu etablieren. Pro Bahn Bergisches Land hatte dieses Projekt maßgeblich mit entworfen. Nach anfänglicher Euphorie ließ die politische Unterstützung jedoch mehr und mehr nach, vor allem, nachdem sich eine (übliche) lautstarke "Dagegen"- Initiative gebildet hatte, maßgeblich getragen von EFH- und Grundstückseigentümern entlang der Trasse. Im Mai diesen Jahres kam es dann zu einer "Bürgerbefragung" mit leider bei ÖPNV-Projekten erwartungsgemäß negativem Ausgang.

Das Projekt, der politische Entscheidungsprozess und der "Wahlkampf" der Pro- und Contra- Initiativen sind  in der Dokumentation dargestellt.

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Bundesnewsletter Fahrgast_aktuell 5/2019 erschienen

21.09.2019 12:17

Der neue PRO BAHN e.V. Bundesnewsletter 5/2019 ist erschienen und unter - PRO BAHN - Bundesverband - Fahrgast aktuell - abrufbar.

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Bahnhöfe: 100% Sicherheit nicht möglich

13.09.2019 19:30

In einem WDR5-Radiobeitrag erläutert Andreas Schröder die Position des Fahrgastverbandes PRO BAHN zu Sicherheit an Bahnhöfen. Im September 2019 haben Bundesregierung und die Deutsche Bahn beschlossen, Polizeipräsenz und Videoüberwachung an Bahnhöfen auszuweiten. Weitere bauliche und betriebliche Maßnahmen sind aus Sicht des Fahrgastverbandes notwendig, um das subjektive Sicherheitsgefühl und auch den faktischen Schutz von Fahrgästen zu verbessern. Dichte Menschenmengen schaffen Sicherheitslücken und sind das größte Risiko für Fahrgäste. Zugangsbarrieren sind nicht optimal, da sie Fahrgastströme insbesondere zu Spitzenzeiten behindern. Stattdessen setzt der Fahgastverband auf Entzerrungen der Bewegungsströme, etwa durch bauliche Veränderungen sowie besseres Informationsmanagement (Wagenreihung, Bahnsteigwechsel, Verspätungen). Auch architektonische Lösungen (mehr Licht, helle Farben) können zum Sicherheitsgefühl beitragen.

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Bundesnewsletter fahrgast_aktuell 4/2019 erschienen

17.08.2019 18:39

Der neue PRO BAHN e.V. Bundesnewsletter 4/2019 ist erschienen und unter - PRO BAHN - Bundesverband - Fahrgast aktuell - abrufbar.

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Ein attraktives europäisches Nachtzugnetz ist machbar

02.08.2019 11:14 | Die Anpassung der politischen Rahmenbedingungen ist für einen nachhaltigen Betrieb nötig

Der Nachtzug kehrt wieder, seine Renaissance steht bevor. Nach Jahren des Rückzuges steigen Angebot und Nachfrage im Übernachtverkehr wieder dank des Engagements einiger Unternehmen. Neue Kooperationen zwischen europäischen Bahnunternehmen bahnen sich an und lassen den Traum von einem europäischen Nachtzugnetz aufleben. Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt diese Entwicklungen und sieht großes Potenzial für Verbesserungen im europäischen Nachtreiseverkehr. Um den nachhaltigen wirtschaftlichen Betrieb von Nachtzügen zu ermöglichen, müssen jedoch die politischen Rahmenbedingungen deutlich angepasst werden. Eine Schieflage besteht zwischen Flug- und Bahnreisen.

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Fernverkehr muss bestellt werden

02.08.2019 10:53 | Fahrgastvertreter fordern Abkehr vom eigenwirtschaftlichen System

Viele Regionen sind vom Fernverkehr abgehängt. Gleichzeitig gefährdet ein zu wenig regulierter Wettbewerb auf den Hauptachsen existierende Taktsysteme. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher die Bundesregierung auf, einen Aufgabenträger für den Fernverkehr zu schaffen und bei der Bestellung den Deutschland-Takt hierfür als Blaupause zu nutzen. Der Fernverkehr ist durch einen bundesweiten Aufgabenträger zu bestellen. Das Ausschreibungsmodell im Nahverkehr oder das Schweizer Konzessionsmodell könnten hier als Beispiel dienen. „Nur wenn der Fernverkehr in diesem Rahmen koordiniert und finanziert wird, ist es möglich, einerseits das Ziel der Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in den Regionen zu erreichen und anderseits existierende und zukünftige Taktsysteme abzusichern,“ ist für den Stellv. Bundesvorsitzenden Lukas Iffländer klar.

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PRO BAHN stellt Stadtbuskonzept Wesel vor

17.07.2019 19:00

Nachdem am 29.08.2018 der durch den Nahverkehrsplan des Kreises vorgesehene Kahlschlag im Fahrplanangebot des Weseler ÖPNV vorgenommen wurde, sind insbesondere abends und am Wochenende zahlreiche Stadtteile gar nicht mehr mit dem Bus erreichbar. Andere Stadtteile werden nur zu einzelnen Zeiten mit dem Anruf-Sammel-Taxi angefahren, wofür ein eigener Tarif bzw. ein Aufpreis für Inhaber von VRR-Zeitkarten zu zahlen ist. Einzig auf der Achse Flüren – Feldmark – Innenstadt – Obrighoven – Wittenberg wird ein durchgängiges Busangebot vorgehalten, allerdings teils nur alle zwei Stunden und mit  sonntäglichem Betriebsschluss bereits gegen 20 Uhr. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat sowohl bei der Aufstellung des Nahverkehrsplans des Kreises als auch bei der Umsetzung der Kürzungen öffentlich protestiert, aber anschließend auch zusammen mit zwei ortsansässigen ausgebildeten ÖPNV-Planern eine ganzheitliche Analyse des ÖPNV in Wesel sowie ein Stadtbus-Konzept erstellt, mit dem zu verträglichen Kosten ein attraktives und umfassendes Angebot – überwiegend im 30-Minuten-Takt – im Stadtgebiet möglich ist, und das mit Bedienzeiten bis in die späten Abendstunden.

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Mitarbeit in der PRO BAHN Bundesfachgruppe Vandalismus und Großveranstaltungen

13.07.2019 15:40

Die Arbeit der Fachgruppe pausiert für einen Moment aus persönlichen Gründen. Es gilt dennoch, das Thema Vandalismus und Großveranstaltungen, welches unseren Alltag als Fahrgäste von Bussen und Bahnen tagtäglich prägt, weiterhin zu besetzen. Themen, die auf dem Tisch liegen: Verbot, Duldung, Erlaubnis von Alkohol, von Getränken und Speisen im ÖPNV. Dieses Thema war vor rund 6 Jahren der Einstieg in die Fachgruppe, angestoßen aus den Reihen des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Nun wurde das Thema im Landesverband Berlin/Brandenburg wieder aufgegriffen und bei deren Landesverbandstag am 23.02.2019 in Berlin wurde ein Antrag ohne inhaltliche Beschlussfassung an uns als Fachgruppe verwiesen. Der Antrag setzt sich mit einem Alkoholkonsumverbot auseinander, gerade weil die Probleme in Berlin sehr massiv sind. In anderen Teilen Deutschlands, so im Rhein-Main-Verkehrsverbundes ist man genau einen anderen Weg gegangen und erlaubt Alkohol, andere Getränke und Speisen. In den Verkehrsmitteln der Kölner Verkehrsbetriebe ist Trinken und Essen insgesamt nicht erlaubt. Der Fahrgastverband PRO BAHN e.V. hat aktuell keine Festlegung auf Verbote, sieht aber Notwendigkeiten, dass gegen Ausuferungen bis hin zu Verschmutzung und Vermüllung vorgegangen wird.

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