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Planungen werden weiter vorangetrieben
Deutsche Bahn reicht Unterlagen für den fünften und sechsten Planfeststellungsabschnitt „Dinslaken“ und „Hamminkeln“ beim Eisenbahn-Bundesamt ein Der sogenannte Planfeststellungsabschnitt (PFA) 1.3 umfasst den dreigleisigen Ausbau auf der Strecke im Stadtgebiet Dinslaken, der PFA 2.3 den Ausbau im Stadtgebiet Hamminkeln, insbesondere im Ortsteil Mehrhoog. Neben dem Ausbau auf drei Gleise ist vorgesehen, die heute noch vorhandenen Bahnübergänge zurückzubauen. Darüber hinaus sind durch die DB AG umfangreiche Schall- und Erschütterungsschutzmaßnahmen gemäß den Vorgaben des Gesetzgebers geplant.
Im Einzelnen werden im PFA 1.3 für die Bahnübergänge Jägerstraße und Holtener Straße jeweils eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer unter der Bahnstrecke (Eisenbahnüberführung) errichtet. Die bereits vorhandenen Eisenbahnüberführungen Brinkstraße, Landwehrstraße, Landwehrstraße/Zietenstraße, Rotbach, Weseler Straße und Dianastraße werden für das dritte Gleis erweitert. Darüber hinaus wird der Bahnhof Dinslaken im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus umgebaut und modernisiert. Hierzu gehört auch eine neue Fußgängerunterführung. Im PFA 2.3 soll für die Bahnübergänge Butenfeld, Bislicher Straße und Kikenheckweg eine Straßenüberführung über die Eisenbahn errichtet werden. Für den Bahnübergang Bergittenstraße entsteht eine Straßenunterführung unter der Bahnstrecke (Eisenbahnüberführung) und an der Bahnhofsstraße entstehen zwei Unterführungen, eine für den Kfz-Verkehr sowie eine für Fußgänger und Radfahrer. Die bereits vorhandene Straßenüberführung Bergerfurther Straße wird in unmittelbarer Nähe neu gebaut. Für den Bahnübergang Diersfordter Straße wird durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW in einem separaten Verfahren derzeit eine Straßenüberführung geplant. Diese wird nach derzeitigem Stand bereits vor dem dreigleisigen Ausbau realisiert. Darüber hinaus wird der Bahnhof Mehrhoog im Rahmen des dreigleisigen Ausbaus umgebaut und modernisiert. Nach Prüfung des Antrags der Bahn hinsichtlich Inhalt und Umfang übergibt das Eisenbahn-Bundesamt die Unterlagen an die Bezirksregierung Düsseldorf, die in dem Verfahren zuständige Anhörungsbehörde, zur späteren Offenlegung in der betroffenen Kommune. Im Rahmen dieser Offenlegung können sich alle Betroffenen über die Planung informieren, ihre Anregungen und Einwände gegen das Ausbauvorhaben einbringen. Bevor die Antragsunterlagen zur Einsichtnahme in der Kommune offengelegt werden, informiert die Bahn im Rahmen einer Veranstaltung interessierte Bürger über den genauen Ablauf des Verfahrens und die Planungen in dem Abschnitt. Die Ausbaustrecke Emmerich -Oberhausen ist Teil eines deutschen und europäischen Ausbaukonzeptes auf der Achse Rotterdam-Genua. Insbesondere aus den niederländischen und belgischen Nordseehäfen wird für die kommenden Jahre mit einem erheblichen Verkehrswachstum auf der Schiene gerechnet. Mit einem neuen dritten Gleis können eine stärkere Entmischung langsamer und schneller Verkehre zwischen Emmerich und Oberhausen ermöglicht und damit auch die Kapazitäten ausgeweitet werden; mehr Verkehr auf der Schiene wird so möglich. Durch eine flexiblere Nutzung der Strecke kann zudem auch die Qualität des Personennahverkehrs auf der Schiene verbessert werden. Die regionale Wirtschaft geht davon aus, dass Investitionen in die Infrastruktur die Wirtschaftskraft der Region Niederrhein aufgrund ihrer Verteilerfunktion für die aus den Seehäfen kommenden Verkehre deutlich stärken werden. Quelle: Veröffentlicht am 24.04.2012 | 2.584 Klicks
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