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VRR: Fahrgastzahlen bleiben auf hohem Niveau
24.01.10
Hochgeladene BilddateiIm letzten Jahr gab es wie 2008 über 1,1 Milliarden Fahrten mit Bus und Bahn im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Die Verkehrsunternehmen konnten damit ihre Fahrgastzahlen auf hohem Niveau stabilisieren und der VRR bleibt gemessen an der Anzahl der jährlichen Fahrten der größte Verkehrsverbund Deutschlands. Die Einnahmen stiegen im letzten Jahr um rund 40 Millionen Euro (plus vier Prozent) auf insgesamt 958 Millionen. Damit sind im Schnitt lediglich 48 Prozent der Kosten für den kommunalen Nahverkehr im VRR gedeckt.

„Wir haben bei konstant hohen Fahrgastzahlen die Einnahmen steigern können. Das ist ein gutes und notwendiges Ergebnis, denn damit haben wir ein wesentliches Ziel unserer großen Tarifstrukturreform erreicht: eine weitere Entlastung der Kommunen durch die Erhöhung des Finanzierungsanteils über den Ticketverkauf“, erklärt VRR-Vorstand Klaus Vorgang. Der Kostendeckungsgrad bleibt ein Problem. „Auch wenn wir auf einem guten Weg sind, ist es momentan noch so, dass der Ticketverkauf im Nahverkehr nur etwa zur Hälfte die beim Unternehmen anfallenden Kosten deckt. Und perspektivisch ist zu befürchten, dass immer weniger öffentliche Gelder für den ÖPNV zur Verfügung stehen“, so Vorgang. Über die weitere Preisentwicklung der VRR-Tickets lässt sich momentan noch keine Aussage machen. „Aufgrund der Kommunalwahlen im letzten Jahr wird sich unser Verwaltungsrat neu zusammensetzen und wir müssen erst die politische Willensbildung im März in Sachen Ticketpreise abwarten. Sobald diese erfolgt ist, werden wir die Kunden und Öffentlichkeit darüber informieren“, so Vorgang weiter.

Abonnentenzahlen steigen weiter

Im vergangenen Jahr entschieden sich erneut mehr Fahrgäste für ein Abonnement des VRR als 2008. 13.500 zusätzliche Abonnenten und damit insgesamt über 1,25 Millionen Fahrgäste sind inzwischen Dauerkunden des hiesigen Nahverkehrs. Besonders deutlich war der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei Ticket1000 und Ticket2000. Rund 440.000 Abonnenten, und damit knapp vier Prozent mehr als im Jahr 2008, nutzen inzwischen eines dieser beiden Tickets. Damit lösen Ticket1000 und Ticket2000 in der Statistik der Abozahlen erstmals das SchokoTicket als Spitzenreiter ab. Das Aboticket für Schüler nutzten 2009 etwa 434.000 Abonnenten, was – analog der sinkenden Schülerzahlen – einem leichten Rückgang von einem Prozent entspricht.

Deutlich mehr Zuspruch bei den Kunden fand das YoungTicketPLUS, das Aboticket für Auszubildende, mit einem Zuwachs von 2,5 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr. „Schön, dass sowohl unsere Klassiker wie Ticket1000 und Ticket2000 als auch das YoungTicketPLUS sich nach wie vor wachsender Beliebtheit bei den Kunden erfreuen. Das bestätigt uns in unserer Strategie, Abonnements zu einem attraktiven Preis und für jede Lebenslage anzubieten“, zeigt sich Vorgang über diese Entwicklung zufrieden.
 
Quelle: VRR
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