Keine ICE-Sprinter zu Lasten der Wupperstrecke!

17.04.2018 10:20 | Nur geringfügige Reisezeitgewinne Köln-Berlin zu Lasten des gesamten übrigen Fahrplans

Symbolisch für die aktelle "Angebots"-Planung

Die für die Wupperstrecke vorgesehenen Verschlechterungen durch das aktuelle ICE-Sprinterkonzept gehen weit über eine Angebotshalbierung (nur noch 2-Stunden-Takt) hinaus. Durch die 4 ICE-Sprinter, die zwar über Wuppertal verkehren, aber hier nicht halten sollen, wird nahezu das komplette Nahverkehrsangebot (RE 4,7, RB 48) in Mitleidenschaft gezogen: Zusätzliche einzuplanende Überholungen erhöhen die Störanfälligkeit und beeinträchtigen die Stabilität des Fahrplans. Zudem reduzieren sie erheblich die Reisegeschwindigkeit der überholten Züge.

Ein solches Sprinter-Konzept, welches für einen geringfügigen Marketing-Gag ("Köln-Berlin unter 4 Stunden") einen derartigen Flurschaden entlang des gesamten Linienverlaufs anrichtet und eine Vielzahl von Nah- und Fernverkehrskunden benachteiligt, lehnen wir ab.

Der derzeit in NRW gefahrene ITF 2 stellt ein sorgfältiges Fahrplankonstrukt unter Einbeziehung des Fernverkehrs dar, welches weitgehend ohne Überholungen auskommt.

Darüber hinaus sehen die Planungen der DB im Rahmen der "Fernverkehrsoffensive" deutschlandweit einen 30-Min.-Takt im Fernverkehr vor, der derzeit auf der Wupperstrecke bereits realisiert ist, nunmehr aber plötzlich "durchlöchert" werden soll. Wir sind nicht grundsätzlich gegen Sprinterzüge, sie sollten jedoch nicht ein bestehendes Regelangebot ersetzen, sondern nur als zusätzliche Leistung angeboten werden, sofern konfliktfreie Fahrplantrassen zur Verfügung stehen. Beides ist bei dem vorliegenden Konzept nicht der Fall.

 

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DB-Pläne für ICE/IC ohne Halt in OWL

15.04.2018 00:37 | PRO BAHN protestiert gegen Verschlechterungen im Fernverkehr

Geht es nach den Plänen der DB, sollen den Bielefelder Hauptbahnhof zukünftig einige ICE ohne Halt passieren

(Willi Wächter) Die Planer vom Fernverkehr der Deutschen Bahn haben ihre Überlegungen für eine neue Fernverkehrsstruktur einmal wieder ohne Einbeziehung der Region OWL gemacht. "ICE- und EC-Halte im geografischen Gebiet zwischen Gütersloh und Minden mit positiver Wirtschaftskraft infrage zu stellen, ist ein Stück aus dem Tollhaus", erklärt Willi Wächter vom Fahrgastverband PRO BAHN.

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Europäischer Fahrgastverband EPF tagt im Juni in Aachen

15.04.2018 00:18 | Registrierung nun möglich auf www.epfconference.eu

Für die Jahreskonferenz des Europäischen Fahrgastverbandes EPF in Aachen am 8.-10. Juni 2018 ist die Registrierung auf der Internetseite hier möglich. Die englischsprachige Konferenz findet in Räumlichkeiten des Kolpinghauses und der RWTH Aachen statt und befasst sich mit den Themenbereichen EU-Fahrgastrechte (Freitag 8. Juni) sowie Toursimus- und ÖPNV-Förderung (Samstag 9. Juni). Eine Exkursion mit der euregio-Bahn rundet das Programm ab (Sonntag 10. Juni). Der Fahrgastverband PRO BAHN ist Mitglied im Dachverband EPF.

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Bürgerdialog zum S-Bahnknoten Köln gestartet

09.04.2018 22:55 | Fahrgastverband beim Infotag in Köln-Mülheim

Über die Vorplanungen zum Ausbau des Bahnknotens Köln, insbesondere der S-Bahn-Linie 11 nach Bergisch-Gladbach, läuft seit dem 26. März 2018 eine Bürgerbeteiligung, bei der Interessierte im Internet hier ihre Meinung einbringen können. Ergänzend fand am 9. April die erste Informationsveranstaltung zum Großprojekt statt, bei der NVR, DB, das Land Nordrhein-Westfalen und weitere Beteiligte über den aktuellen Stand der Vorplanungen berichteten sowie Beiträge von Bürgern aufnahmen. Zu diesem ersten Bürgerdialog war auch der Fahrgastverband PRO BAHN Rheinland vertreten. Winfried Queiser und Klaus Groß organisierten einen Infostand, um Interessierte über die Arbeit des Verbandes zu informieren und mit Fahrgästen ins Gespräch zu kommen. Auch Andreas Schröder von PRO BAHN war kurz vor Ort. Der Stand wurde unter anderem von NVR-Geschäftsführer Norbert Reinkober und NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst aufgesucht, die sich bei der Veranstaltung ein Bild von den Planungen zum Bahnknoten und der Meinung von Fahrgästen machen konnten.

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Baustellen und Streiks plagen Berufspendler

08.04.2018 17:19 | Pendlerfrust zwischen Köln und Düsseldorf

Für die Zeit zwischen 9. April und 19. Mai müssen sich Fahrgäste im Raum Köln-Düsseldorf auf umfangreiche Fahrplanänderungen einstellen. Bauarbeiten auf Fernverkehrsgleisen beeinträchtigen Verbindungen auf der stark genutzten rechtsrheinischen Strecke Köln-Leverkusen-Düsseldorf. Es werden teilweise auch nahe gelegene Verbindungen in Mitleidenschaft gezogen, so u.a. die bereits von zahlreichen Baustellen und Ausfällen geplagten Verbindungen zwischen Düsseldorf/Duisburg und Essen. Zudem kündigen die Gewerkschaften für kommenden Mittwoch 11. April eine Bestreikung der kommunalen ÖPNV-Betreiber an, die sämtliche Städte betrifft. Auch ein Streik an den Flughäfen Düsseldorf und Köln bahnt sich an. Die angekündigten Streiks erhöhen den Frust vieler Pendler, der sich in Zeiten starker Baustellenbelastung anstaut.

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Schwache Informationspolitik zum S6-Ausfall in Essen

04.04.2018 07:56 | Laut DB-Fahrplan Normalbetrieb wieder ab 30. April

Wegen Bergbauschäden fährt die S-Bahn-Linie 6 seit dem 18. Oktober 2017 bis voraussichtlich Ende April 2018 nicht mehr zwischen Kettwig und Essen. Der Schienenersatzverkehr verlängert die Fahrzeiten deutlich. Besonders ärgerlich ist der Ausfall vor dem Hintergrund der gleichzeitigen baubedingten Sperrung der Hauptstrecke zwischen Duisburg und Essen in den Osterferien 2018. Die S6 würde sich als Alternative zur Hauptstrecke zwischen Düsseldorf und Essen anbieten. Zwar trägt die DB Regio NRW keine Schuld an den Bergbauschäden und somit am Ausfall der Linie. Der Betreiber steht jedoch in der Verantwortung, regelmäßig und ausführlich über den Stand der Arbeiten zur Behebung der Schäden zu informieren. Andreas Schröder vom Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert die bisherige Informationspolitik: „Aus der Zeitung erfahren die Pendler über den Stand der Arbeiten zur S6. Die letzte offizielle Mitteilung auf der Internetseite der DB datiert vom 27. November 2017.“ Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert neben einer dringenden Behebung der Schäden eine transparente und proaktive Kommunikation zum Ausfall der Linie und zum Stand der Arbeiten damit Fahrgäste besser planen können. Laut digitalem Fahrplan fährt die S6 wieder ab Montag, den 30. April, und somit mehr als ein halbes Jahr nach Ausfall.

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