Letzter Bahnhof der Sennebahn im Umbau

| Spatenstich am Bahnhof Paderborn Kasseler Tor

Am 11. Oktober 2019 wurde die Modernisierung der Bahnstation Paderborn Kasseler Tor mit einem symbolischen Spatenstich eingeleitet. Das Land Nordrhein-Westfalen, der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Deutsche Bahn investieren 1,2 Millionen Euro in die Infrastruktur. Der Bahnsteig, die Beleuchtung und das Wegeleitsystem werden vollständig erneuert. Die Bauarbeiten sollen noch Ende 2019 abgeschlossen werden. Vom 14. Oktober bis 17. November können die Züge der Nordwestbahn nicht verkehren. Von Montag bis Freitag werden Ersatzbusse fahren, an den Wochenenden werden die Fahrgäste gebeten, den Stadtverkehr des Padersprinter zu nutzen.

Die Station Kasseler Tor ist die letzte an der Sennebahn von Bielefeld nach Paderborn, an der die Arbeiten zur Modernisierung beginnen. Zurzeit laufen an der Station Brackwede die Umbauarbeiten, dort werden 17 Millionen Euro investiert. Als weitere Maßnahmen fehlt noch ein zweiter Zugang zur Station Schloss Neuhaus, für die zurzeit ein Enteignungsverfahren läuft, und ein Aufzug am Bahnsteig von Gleis 4 und 5 im Paderborner Hauptbahnhof. Dieser Aufzug kann voraussichtlich 2021 eingerichtet werden. Bis dahin steht für Rollstuhlfahrer ein Schrägaufzug zur Verfügung, für den von 6:00 bis 22:00 Uhr Personal am Hauptbahnhof Paderborn zur Verfügung steht und über die Mobilitätszentrale der Deutschen Bahn angefordert werden kann. Der Umbau des Paderborner Hauptbahnhofs befindet sich derzeit in der Vorbereitung.

Diese Informationen brachte Rainer Engel, stellvertretender Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Ostwestfalen Lippe, von dem Auftakt der Bauarbeiten mit, die mit einem symbolischen Spatenstich der Verantwortlichen und insbesondere wichtigen Hintergrundinformationen des Bielefelder Bahnhofsmanagers Martin Novosad offiziell gestartet wurden.

Mit diesem Umbau wird  an der 44 km langen Sennebahn die letzte Station in einen modernen Zustand versetzt. In den letzten Jahren sind überdurchschnittlich viele Stationen in Ostwestfalen-Lippe in einen modernen und barrierefreien Zustand versetzt worden. Im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 und dem Umbau für den Rhein-Ruhr Express wurden und werden die Stationen in Bünde, Herford, Löhne, Minden, Brackwede, Bad Salzuflen, Schötmar, Steinheim, Lage und Sylbach neuzeitlich ausgestattet, einige Vorhaben sind bereits abgeschlossen. Der Fahrgastverband PRO BAHN würdigt den Einsatz von Bahnhofsmanager Novosad als große Organisationsleistung und mit Dank für das stemmen vieler nebeneinander durchzuführender Baumaßnahmen.  Schon in den Jahren zuvor waren eine Reihe kleinerer Stationen in einen neuzeitlichen Stand versetzt worden. Der große Einsatz für die Modernisierung der Bahn in der Region wird mit steigenden Fahrgastzahlen belohnt. So wurde die kleine Station Kasseler Tor vor Jahren nur von 300 Fahrgästen täglich genutzt, damals verkehrte die Bahn unregelmäßig und nur mit 60 km/h. Heute ist die Marke von 1000 Fahrgästen, die hier ein und aussteigen, schon deutlich überschritten, die Züge fahren morgens und nachmittags halbstündlich, sonst stündlich und in manchem Zug wird es schon eng. Hinter diesem Erfolg steht die Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs und der Einsatz des NWL und seiner Teilorganisationen NPH und VVOWL.


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