Bundesverband PRO BAHN e.V.

Der Fahrgastverband PRO BAHN e.V. vertritt die Interessen der Fahrgäste des öffentlichen Personenverkehrs auf Bundesebene. Er bringt sich aktiv in die bundesweite verkehrspolitische Debatte ein und stellt seinen Standpunkt in den Medien dar.
 
Der bundesweite Fahrgastverband PRO BAHN e.V. ist ein gemeinnütziger und überparteilicher Verein mit mehr als 5.000 Mitgliedern bundesweit. Festangestellte Mitarbeiter gibt es nicht, der Verein lebt von der ehrenamtlichen Arbeit seiner Mitglieder.

Vom Finanzamt Berlin ist PRO BAHN e.V. am 07.11.2017 unter der Steuernummer 27/675/00028 gemeinnützig anerkannt worden. Die Spenden auf das Konto IBAN DE07 3701 0050 0310 5485 00; BIC: PBNKDEFF bei der Postbank Köln sind steuerlich absetzbar.

Anschrift

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.
Bundesverband
Friedrichstraße 95
10117 Berlin

Tel. +49 (0) 30 39820581
Fax  +49 (0) 30 20179967
 
 

Aktuelle Meldungen vom Bundesverband

EU-Minister reden über Schienenverkehr

21.09.2020 23:13
Die EU-Verkehrsminister, die Europäische Kommission sowie Vertreter von Eisenbahnunternehmen haben heute über einen "leistungsfähigen modernen europäischen Schienenverkehr" beraten. Dabei hat Bundesverkehrsminister Scheuer das Konzept "TransEuropExpress (TEE) 2.0" vorgestellt. Damit sollen bestehende Zugverbindungen besser miteinander verknüpft werden. Unter anderem ist von einem "Europa-Takt" mit Hochgeschwindigkeitszügen und Nachtzügen die Rede. Die Züge sollen dabei von den Bahnunternehmen eigenwirtschaftlich betrieben werden. Wir hoffen, den Ministern ist bekannt, dass im internationalen Verkehr auch in den Bereichen Fahrscheinvertrieb, Tarif und Fahrgastrechte viel schief läuft (Fallbeispiel). Außerdem haben die EU-Verkehrsminister ein Papier zur Zukunft des Schienengüterverkehrs in Europa verabschiedet.

Langfristige Einschränkungen Duisburg - Essen

18.09.2020 22:17
Zur Zeit ist die wichtige Bahnstrecken Duisburg – Essen wegen Bauarbeiten gesperrt. Gestern Nachmittag geriet direkt an einem Brückenbauerk dieser Strecke bei Mülheim-Styrum ein Tanklaster in Brand. Das Feuer war so heftig, dass mindestens eine von drei paralleln Eisenbahnbrücken abgerissen werden muss. Die genauen Auswirkungen sind noch unklar. DB Regio NRW erläutert den Betrieb ab Montag; Hinweise zum Fernverkehr findet man auf bahn.de/aktuell – es ist mit Verzögerungen, Umleitungen und Haltausfällen zu rechnen (Pressemitteilung). Der Fahrgastverband PRO BAHN nimmt das Unglück zum Anlass, mehr Redundanz im Bahnsystem zu fordern, um so die Anfälligkeit zu verringern.

"Anti-Stau-Gebühr" und "Verkehrswende für Alle"

17.09.2020 16:25
In einer Studie, die "mit finanzieller Unterstützung der IHK für München und Oberbayern" entstand, untersucht das Ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) "Verkehrliche Wirkungen einer Anti-Stau-Gebühr in München". Die Studie stellt u.a. fest, dass die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer solchen City-Maut zunähme. Die politischen Reaktionen (siehe BR, SZ, AZ und eine Ministerin via Twitter) sind teilweise entlarvend, weil auch der mangelnde Ausbau des ÖPNV und fehlleitende gesetzliche Regelungen als Gegenargument für eine Maut benutzt wird. Als Teil der sozialen Abfederung regt Ifo z.B. an, die Einnahmen in eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zu investieren. Die Studie sieht eine Verschlechterung des sozialen Aspekte der Verkehrsmittelwahl nicht unmittelbar gegeben, weil der jetzige Zustand durch die hohen externen Kosten des Autoverkehrs bereits unsozial sei. Das bestätigt auch das aktuelle Papier "Verkehrswende für Alle" des Umweltbundesamtes (Pressemitteilung, Grafiken).
Ergänzend sei auf die Studie "Ein anderer Stadtverkehr ist möglich" hingewiesen. Im Gegensatz zur aktuellen Politik mancher Städte geht es nicht nur um Neuaufteilung des öffentlichen Raums zu Gunsten von Radfahrern/Fußgängern, sondern der ÖPNV wird als Rückgrat der Mobilität betrachtet.

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