Navigationspfeil Erweiterte Suche
Logo Fahrgastverband

Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.

Navigationsstrich PRO BAHN  Navigationsstrich Aktuelles  Navigationsstrich Landespolitik  Navigationsstrich NRW-Grundsatzprogramm  Navigationsstrich Rhein-Ruhr-Express  Navigationsstrich Downloads 
    
Nach unserem Providerumzug funktionieren unsere Mail-Angebote derzeit noch nicht!

Wir bitten um Verständnis!
Der bessere Rhein-Ruhr-Express (RRX)
Die Bahn fürs ganze Land
3. Strecke & Linien
Die Stammstrecke des Rhein-Ruhr-Express (RRX) reicht von Hamm bis Köln. Der Kernabschnitt mit den dichtesten Takten reicht dabei von Dortmund bis Düsseldorf. In Hamm gibt es Durchbindungen nach Bielefeld - Minden und Paderborn - Kassel, in Dortmund nach Lünen - Münster, in Köln nach Bonn - Koblenz, Düren - Aachen sowie zum Flughafen Köln/Bonn. Darüber hinaus gibt es an vielen Bahnhöfen der Stammstrecke Ein- und Ausfädelungen in andere Richtungen. So werden einerseits die heute vorhandenen bzw. ab Ende 2010 vorgesehenen wichtigen Direktverbindungen wie Emmerich - Köln, Recklinghausen - Düsseldorf oder Dortmund - Krefeld beibehalten, andererseits neue Direktverbindungen geschaffen, so z. B. Neuss - Essen oder Gelsenkirchen - Köln.

Die Schaffung des RRX-Netzes erfolgt schrittweise parallel zum Ausbau der Infrastruktur.

Bereits Anfang 2002 hatte PRO BAHN zusammen mit dem VCD und dem BUND ein "realistisches Wunschnetz" als Alternative zu den Metrorapid-Planungen veröffentlicht.

Als Alternative zu den Metrorapid-Planungen veröffentlicht. Für den Rhein-Ruhr-Express wurde es zum Perspektivnetz von PRO BAHN und VCD weiterentwickelt und zuletzt bei der Fachmesse rail#tec 2005 präsentiert (Download).

Die zwischenzeitliche Entwicklung, vor allem die vorliegende Vorplanung der DB zum RRX und das neue RE-Konzept des VRR, das Ende 2010 umgesetzt werden soll, haben uns veranlasst, dieses Perspektivnetz fortzuschreiben. Dabei sind die geplanten Ausbaumaßnahmen im Netz, vor allem der vollständige sechsgleisige Ausbau zwischen Duisburg Hbf und Düsseldorf-Reisholz und der zweigleisige Ausbau der Strecke Lünen - Münster, als fertiggestellt vorausgesetzt. Dennoch lassen sich einige Elemente dieses Netzes auch schon vorher verwirklichen.

Perspektivnetz

Zwischen Dortmund und Düsseldorf überlagern sich die stündlichen RRX-Linien so, dass abschnittsweise immer mindestens vier RRX-Linien verkehren. Von Düsseldorf nach Köln nehmen drei (optional vier) RRX-Linien den Weg über Leverkusen, eine weitere über Neuss - Dormagen. Zwischen Hamm und Dortmund sind zwei schnelle (Halt nur in Kamen) und zwei langsame Verbindungen (Halt an allen Stationen) vorgesehen. An beiden Enden der Stammstrecke gibt es Durchbindungen in viele Teile Nordrhein-Westfalens, aber auch an den zwischenliegenden Knotenbahnhöfen sind Ein- und Ausfädelungen auf weitere wichtige Hauptstrecken vorgesehen. Auf dem Kernabschnitt werden einzelne weitere RE- und RB-Linien ein- oder ausgefädelt und verdichten abschnittsweise das Angebot.

In einer zweiten Stufe sind auch die heutigen RE-Linien auf der Wupperachse (RE 4, RE 7, RE 13) als RRX-Linien aufzuwerten.

Da noch zu viele Randbedingungen wie die tatsächliche Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen und die Fahrplankonzepte des Fern- und S-Bahn-Taktverkehrs unbekannt sind, kann für das Perspektivnetz noch kein Fahrplan angegeben werden. Auch die Linienführungen sind nur als beispielhafter Entwurf zu sehen, wobei aber wichtige Rahmenbedingungen des heutigen Integralen Taktfahrplans (ITF) berücksichtigt werden. Das hierbei dargestellte Grundangebot entspricht im Umfang dem RRX-Netz der Gutachter, die in Klammern dargestellten Optionen für den Ausbau sind mit Mehrleistungen gegenüber dem Gutachternetz verbunden.

Es könnte beispielsweise folgende Linien (jeweils im Stundentakt) geben:

Zum vergrößern auf die Grafik!
LupeZum vergrößern auf die Grafik!

Rhein-Ruhr-Express
RRX 1
(Kassel -) Paderborn - Hamm - Dortmund - Bochum - Essen - Duisburg - Düsseldorf - Köln - Aachen
(zwischen Hamm und Dortmund als schneller Zug)
Rhein-Ruhr-Express
RRX 2
Münster - Recklinghausen - Gelsenkirchen - Essen - Duisburg - Düsseldorf - Köln (- Bonn)
Rhein-Ruhr-Express
RRX 3
Hamm - Dortmund - Gelsenkirchen - Oberhausen - Duisburg - Düsseldorf
(zwischen Hamm und Dortmund als langsamer Zug)
Rhein-Ruhr-Express
RRX 4
Münster - Lünen - Hamm - Dortmund - Bochum - Essen - Duisburg - Düsseldorf (- Köln)
Rhein-Ruhr-Express
RRX 5
(Arnhem -) Emmerich - Wesel - Oberhausen - Duisburg - Düsseldorf - Köln - Koblenz
Rhein-Ruhr-Express
RRX 6
Minden - Bielefeld - Hamm - Dortmund - Bochum - Essen - Duisburg - Düsseldorf - Neuss - Köln - Köln/Bonn-Flughafen
(zwischen Hamm und Dortmund als schneller Zug)
Rhein-Ruhr-Express
RRX 11
Hamm - Dortmund - Bochum - Essen - Duisburg - Krefeld - Mönchengladbach
(zwischen Hamm und Dortmund als langsamer Zug)
RegionalExpress
RE 7
Rheine - Münster - Hamm - Hagen - Wuppertal - Köln - Neuss - Krefeld
RegionalExpress
RE 13
Hamm - Hagen - Wuppertal - Düsseldorf - Neuss - Mönchengladbach - Venlo
RegionalExpress
RE 16
Siegen - Hagen - Bochum - Essen (- Duisburg - Moers)
RegionalExpress
RE 16
Moers - Duisburg - Essen - Bochum - Hagen - Siegen
RegionalExpress
RE 18
Dortmund - Hagen - Wuppertal - Düsseldorf - Neuss - Mönchengladbach - Aachen
RegionalBahn
RB 35
Emmerich - Wesel - Oberhausen - Duisburg - Düsseldorf
(zwischen Duisburg und Düsseldorf nur in der HVZ)
RegionalBahn
RB 40
Hagen - Bochum - Essen (- Oberhausen - Wesel)

Die heutigen Linien RE 1, RE 2, RE 3, RE 5, RE 6 und RE 11 werden durch die RRX-Linien ersetzt, der RE 4 in RE 18 umbenannt.

Wichtiger Hinweis: In die obige Aufzählung sind nur die Linien im Ballungsraum Rhein-Ruhr aufgenommen, die auf Teilabschnitten die RRX-Stammstrecke oder die Wupperachse befahren.

Durch die Überlagerung der stündlichen Linien ergibt sich auf der Stammstrecke ein dichter Takt. Der anzustrebende Grundtakt der RRX-Linien ist ein angenäherter 15-Minuten-Takt. Ein exakter Takt ist sicherlich nicht auf der gesamten Strecke möglich, da fahrplantechnische Zwänge berücksichtigt werden müssen und sich die Linien auch bei der Bedienung der Unterwegshalte unterscheiden. Die weiteren Linien verdichten den Takt auf dem Kernabschnitt zwischen Bochum und Düsseldorf, so dass möglichst keine größeren Bedienungslücken als 10 bis 15 Minuten entstehen. Bei einzelnen Außenästen, z. B. Hamm –- Paderborn –- Kassel, sind auch Zweistundentakte denkbar.

Halte für alle RRX- und RE-Linien sollen sein: Hamm, Kamen, Dortmund, Bochum, Essen, Mülheim, Duisburg, D-Flughafen, Düsseldorf, Köln Messe/Deutz und Köln. Wattenscheid, Düsseldorf-Benrath und Köln-Mülheim werden als Linienhalte von einzelnen Linien mit mindestens zwei RRX-Halten in der Stunde bedient. In Leverkusen Mitte sollen alle Linien halten, soweit die Mindestbedienung von Düsseldorf-Benrath und Köln-Mülheim gewährleistet werden kann.

Auf der Wupperachse sind die heutigen Linienhalte Wuppertal-Barmen, Wuppertal-Vohwinkel und Köln-Mülheim zukünftig als Systemhalte vorzusehen.

Die Halte an den Außenästen sind in Abstimmung mit den Anschlüssen und der übrigen Bedienung auf diesen Ästen festzulegen.

Erläuterungen zu den Linien

RRX 1:

Die im neuen RE-Konzept vorgesehene Durchbindung des RE 1 sollte auch im RRX-Netz beibehalten werden. Die beiden Außenäste (Aachen, Paderborn) sind nur begrenzt mit Fernverkehr belegt, insofern ist trotz der Linienlänge keine übergroße Verspätungsanfälligkeit zu erwarten.

Bei einer Weiterführung des Paderborner Astes nach Kassel als Ersatz für die immer mehr zurückgenommene Mitte-Deutschland-Verbindung muss die Taktlage an die Anschlüsse in Kassel-Wilhelmshöhe angepasst werden, was ggf. eine andere Durchbindung erfordert.

RRX 2:
Die im neuen RE-Konzept erfolgende Durchbindung des RE 2 nach Düsseldorf entspricht der verkehrlichen Ausrichtung des Astes Münster -- Recklinghausen -- Essen. Insbesondere angesichts der schrittweisen Abbindung vom Fernverkehr (Wegfall des ICE Münster -- Frankfurt, Einschränkungen beim IC Norddeich -- Luxemburg) ist eine Durchbindung dieses Astes als RRX bis zum Fernverkehrsknoten Köln wünschenswert. Im Gegensatz dazu sieht das Netz der Gutachter für den RE 2 ab Essen die Verlegung auf die stark ausgelastete S-Bahn-Strecke nach Duisburg vor, was eine drastische Verschlechterung und damit Abwertung der Linie bedeuten würde.

Eine Verlängerung dieser Linie nach Bonn ist eine Option, da die Strecke Köln -- Bonn mit 3 Regionalzügen/Stunde im Vergleich zu den Strecken Richtung Siegburg oder Düren eher gering besetzt ist.

RRX 3:
Der heutige RE 3 soll wie auch im Netz der Gutachter zum RRX aufgewertet werden, um weiterhin das nördliche Ruhrgebiet an Düsseldorf anzubinden. Die bestehende Durchbindung Richtung Hamm sollte beibehalten werden, um auf diesem Abschnitt ein Angebot für die kleineren Halte zu bieten, soweit die Fahrplanlage dies sinnvoll ermöglicht.

Bei einer Verschiebung der Taktlage lässt sich ein günstigerer Abstand zum RRX 5 für die Relation Oberhausen -- Düsseldorf (bislang rund 10 Minuten) erreichen.

RRX 4:
Der vorgesehene zweigleisige Ausbau der Strecke Münster -- Lünen erlaubt die Einrichtung einer zweiten stündlichen Verbindung Münster -- Dortmund, die als RRX bis Düsseldorf (optional bis Köln über Leverkusen) durchgebunden ist. Diese Linie ist auf ganzer Länge ein zusätzliches Angebot gegenüber heute.

RRX 5:
Der Ast Emmerich -- Duisburg, der bis auf den ICE-Halt in Oberhausen und einzelne CNL-Halte keine Fernverkehrsanbindung mehr hat, soll mit dieser Linie weiterhin an den Fernverkehrsknoten Köln angebunden bleiben. Das Netz der Gutachter sieht hingegen Düsseldorf als Endpunkt der Linie vor. Die bestehende Durchbindung Richtung Koblenz ist betrieblich weniger problematisch als die im Gutachternetz vorgesehene Linie Minden -- Koblenz, auf der beide Außenäste stark mit Fernverkehr belegt sind.

Die optionale Verlängerung der Linie nach Arnhem, die den Einsatz von Mehrsystemfahrzeugen erfordert, soll die Lücke im Regionalverkehr zwischen dem Rhein-Ruhr-Raum, dem Unteren Niederrhein und den Niederlanden schließen, wodurch auch eine deutlich bessere Auslastung des Abschnitts Wesel -- Emmerich erzielt werden kann.

RRX 6:
Der heutige RE 6 kann in der bestehenden Fahrplanlage nach Neuss durchgebunden werden und erreicht hier die noch freie schnelle Fahrplanlage Neuss -- Köln Hbf und kann von dort aus zum Flughafen Köln/Bonn verlängert werden. So erhalten alle Zentren entlang der RRX-Hauptachse eine Direktverbindung zum Flughafen K/BN, ohne dass auf eine Anbindung des Kölner Hauptbahnhofs verzichtet wird. Die im Gutachternetz vorgesehene Anbindung des Flughafens über Leverkusen und Köln Messe/Deutz (tief) dürfte eine zu geringe Nachfrage haben, da Fahrgäste zur Kölner Innenstadt im Regionalverkehr eine Verbindung nach Köln Messe/Deutz nicht ausreichend akzeptieren werden.

RRX 11:
Der im neuen RE-Konzept vorgesehene RE 11 Hamm -- Duisburg -- Mönchengladbach wird auch ins RRX-Netz übernommen, um den Ast Duisburg -- Mönchengladbach direkt mit den Städten an der Hauptachse Duisburg -- Dortmund zu verbinden. Auf dem Abschnitt Hamm -- Dortmund eignet sich diese Linie zur Bedienung der kleinen Halte.

RE 7:
Die Hauptlinie der Wupperachse nach Köln soll zwischen Rheine und Köln unverändert bleiben. Für die verkehrlich wenig sinnvolle Durchbindung nach Krefeld sollte nach Alternativen gesucht werden.

RE 13:
Diese Linie der Wupperachse ist unverändert übernommen.

RE 16:
Im Gutachternetz ist vorgesehen, diese Linie ab Bochum-Langendreer auf die S-Bahn-Strecke zu setzen, wodurch sie abgewertet würde. Dies lehnen wir entschieden ab. Wir sehen optional vor, diese Linie zur Vermeidung der betrieblich schwierigen Wende in Essen bis Duisburg zu verlängern, wodurch Hagen und Witten eine Direktverbindung ins westliche Rurhgebiet erhalten. Die vorgeschlagene Durchbindung auf den heutigen Zusatzzug Duisburg – Moers schafft eine Direktverbindung zwischen Moers und dem mittleren Ruhrgebiet, ohne dass insgesamt mehr Fahrzeuggarnituren benötigt werden.

RE 18:
Der bisherige RE 4 wird als RE 18 bezeichnet, um eine Verwechslung mit dem RRX 4 zu vermeiden.

RB 35:
Diese Linie, die nur in der HVZ bis Düsseldorf verkehrt, kann aufgrund der Fahrplanlage in zeitlicher Nähe zum RRX 1 diesen auf dem Abschnitt Duisburg -- Düsseldorf optimal entlasten. Ohne den Einsatz der RB 35, die im Gutachten keine Erwähnung findet, wäre das Fahrtenangebot zwischen Duisburg und Düsseldorf in der HVZ geringer als heute.

RB 40:
Das Netz der Gutachter sieht für diese Linie das Verschieben auf die S-Bahn-Strecke zwischen Bochum-Langendreer und Essen vor. Wir schlagen optional die Durchbindung über Essen hinaus nach Oberhausen und ab hier anstelle der RB 33 nach Wesel vor. So lässt sich die im Nahverkehrsplan des VRR angedachte Direktverbindung Wesel -- Essen erreichen, es ergibt sich eine bislang nicht vorhandene Direktverbindung Oberhausen -- Bochum, und der Halt Essen-Kray Süd kann weiterhin stündlich bedient werden.

Navigationspfeil   Vorherige Seite    Strecke & Linien    Navigationspfeil   Nächste Seite


Veröffentlicht am 28.01.2011 | 16.092 Klicks

Ansprechpartner

Lothar Ebbers
Neugahlener Str. 20
46149 Oberhausen

Tel. +49 (0) 208 6351916
Mobil: +49 (0) 176 78160592

E-Mail schreiben

Navigationspfeil Impressum   Navigationspfeil Datenschutzerklärung | © Copyright 2010-2014 PRO BAHN Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Erstellt mit Apexx Portalsystem - © Stylemotion.de